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Lösung für Umbau gefunden

Hinter dem Feuerwehrhaus soll nach dem Willen des Gemeinderats der Anbau entstehen. Die Parkplätze (re.) würden dann wegfallen.
 
Hans Lemmen zeigt die Dienstanweisung im engen Feuerwehrhaus: Die Kameraden dürfen erst einsteigen, wenn das Einsatzfahrzeug auf dem Hof steht.
"Todesecke" bald Geschichte / Feuerwehrgerätehaus in Nottensdorf bekommt im nächsten Jahr einen Anbau

at. Nottensdorf. Platz ist Mangelware im Feuerwehrhaus in Nottensdorf. Wenn das Einsatzfahrzeug im Gebäude parkt, ist das Einsteigen für die Kameraden unmöglich. Darüber hinaus fehlt eine Abgasabzuganlage und das Tor ist viel zu klein. Steht ein Feuerwehrmann zwischen Tor und Einsatzwagen, kann das zur tödlichen Gefahr werden. Eine Lösung ist jetzt in Sicht.
Die Gemeinde plant, nach zwei gescheiterten Varianten, einen Anbau des Feuerwehrgerätehauses auf einer Rasenfläche hinter dem Gebäude. Diese Lösung stellten die Politiker auf der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Ein Anbau rechts oder links neben dem Gebäude ist nicht möglich, auf der einen Seite würde das Nachbargrundstück bebaut werden, auf der anderen Seite fehlt der Platz für eine Ausfahrt.
Aber auch hinter dem Grundstück ist noch eine Hürde: Es befinden sich dort, wo die Ausfahrt entstehen soll, sechs Parkplätze, von denen drei bei der Realisierung des Plans verschwinden würden. Ob die restlichen Buchten bestehen bleiben können, muss noch geklärt werden.
Hans Lemmen, stellvertretender Ortsbrandmeister und Ratsmitglied, ist aber optimistisch, dass die Bauarbeiten im nächsten Jahr beginnen. "Wir brauchen eine Lösung für das Tor. Wir haben schließlich eine Verantwortung gegenüber den Kameraden", sagte er dem WOCHENBLATT bei einem Treffen vor Ort. Im Umbau soll auch die von den Kameraden lang ersehnte Abgasabzuganlage angebracht werden. Feinstaubpartikel und Abgase werden den Einsatzkräften, die sich hinter dem Fahrzeug um- und anziehen, zurzeit ins Gesicht gepustet. Eine Zumutung für die Ehrenamtlichen.
Im Einsatzfall halten sie sich deswegen an strikte Regeln. Der erste Kamerad, der am Haus eintrifft, fährt den Wagen auf den Vorplatz. Erst dann dürfen die Ehrenamtlichen die Halle betreten und sich umziehen. Die Kameraden steigen anschließend in das draußen stehende Fahrzeug ein. Damit umgehen sie den Feinstaub und die gefährliche Stelle am Tor, die von den Ehrenamtlichen "Todesecke" genannt wird.
Die Feuerwehrunfallkasse bemängelt die Zustände im Feuerwehrhaus in Nottensdorf schon länger. Die Samtgemeinde Horneburg, die Träger der Feuerwehren in der Samtgemeinde ist, hat noch bis 2016 Zeit, das Gebäude umzubauen. Wie teuer der Umbau wird, steht noch nicht fest. "Die Räumlichkeiten im ersten Stock sind wirklich sehr ansprechend", sagte Lemmen. Die Kameraden hatten das Stockwerk 1996 selbst ausgebaut. Dort finden Mannschaftsabende und Schulungen statt. Auch die Lange des Hauses sei optimal.
Der Rat prüft nun die baurechtliche Bestimmungen bezüglich der Parkplätze. Sollte der Anbau möglich sein, wird die Lösung in den Feuerwehrausschuss der Samtgemeinde Horneburg weitergegeben und muss anschließend vom Samtgemeinderat abgesegnet werden. Entscheiden sich die Politiker gegen die Lösung, wird es schwierig überhaupt einen Umbau umzusetzen.
• Die Aktiven der Feuerwehr treffen sich jeden ersten und dritten Montag im Monat um 19.30 Uhr.