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Mehr Zeit für Flüchtlingsbetreuung: Samtgemeinde Horneburg stockt Betreuungs-Posten auf und beauftragt Hausmeister-Dienst

Flüchtlinge benötigen oft Hilfe bei der Behördenpost
jd. Horneburg. Seit März ist Ingrid Hansen als Flüchtlingsbeauftragte der Samtgemeinde Horneburg tätig - im Rahmen von zunächst zehn Stunden pro Woche. Doch wegen des ständig steigenden Zustroms von Flüchtlingen war bereits im Sommer klar, dass diese Viertel-Stelle längst nicht mehr ausreicht. Um der Fülle der in ihrem Stellenprofil umrissen Aufgaben gerecht zu werden - diese umfasste neben der reinen Betreuung auch zahlreiche organisatorische Tätigkeiten - leistete Hansen etliche Überstunden. Kürzlich stockte die Verwaltung ihren Posten auf 19,5 Wochenstunden auf. "Das reicht immer noch nicht", meinte die SPD-Fraktion im Samtgemeinderat. Die Sozialdemokraten beantragten die Schaffung einer Ganztagsstelle. Nach Beratung im Jugend- und Sozialausschuss blieb es bei der halben Stelle - mit Zustimmung der SPD.

Damit Hansen sich auf ihre eigentliche Arbeit - sie soll sich um Flüchtlinge kümmern und ein Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern aufbauen - konzentrieren kann, wird die Verwaltung einen Teil ihrer bisherigen Aufgaben übernehmen. Außerdem hat die Samtgemeinde einen externen Hausmeisterdienst hinzugezogen. Schließlich bestehe ein personeller "Mehrbedarf nur zum Teil im Bereich der Flüchtlingsbetreuung", so die Sitzungsvorlage.

Dennoch sie man dankbar für den SPD-Antrag: Schließlich werde auf diese Weise zum Ausdruck gebracht, dass die Politik eine Aufstockung von Verwaltungs-Kapazitäten für notwendig halte, heißt es aus dem Rathaus. Zudem wird auf die Verantwortung des Landkreises verwiesen: Schon jetzt nehme die Samtgemeinde Aufgaben wahr, für die originär der Kreis zuständig sei. Die Ausschuss-Mitglieder trugen der Verwaltung auf, die Entwicklung im Blick zu behalten: Sollte sich herausstellen, dass die halbe Stelle nicht ausreicht, wird Hansen wohl zusätzliche Stunden erhalten.