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Politiker wollen kein Asphaltwerk: Nottensdorfer Rat stimmt gegen Pläne der Firma Kemna

jd. Nottensdorf. Die Tiefbau- und Straßenbaufirma Kemna kann ihre Pläne, im Nottensdorfer Gewerbegebiet "An der Bahn" ein Asphalt-Mischwerk zu errichten, begraben: Für die Ansiedlung des Werkes wäre eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich gewesen. Doch der Gemeinderat stimmte gegen die B-Plan-Änderung. Die Politiker stören sich unter anderem an dem hohen Verkehrsaufkommen, das der Betrieb der Anlage mit sich bringen würde: Bis zu 80 Lkw täglich könnten unterwegs sein, wenn das Mischwerk auf vollen Touren läuft. Außerdem soll der zu erwartende Lärm nicht unbeträchtlich sein.

Dagegen sind die Vorteile einer solchen Neuansiedlung nach Ansicht der Ratsmitglieder gering: Nur fünf neue Arbeitsplätze würden geschaffen und angesichts der hohen Investitionskosten von bis zu fünf Millionen Euro wäre auf längere Zeit wohl nur mit spärlichen Gewerbesteuereinnahmen zu rechnen. Die Anlage, die zudem Geruchsemissionen verursacht, sei für den Standort überdimensioniert, so die Meinung der Politiker. Die umliegende Moor- und Wiesenlandschaft habe eine wichtige Funktion als Erholungsgebiet. Beides passe nicht zusammen.

Ein neuer B-Plan wäre nur wegen der Höhe der Anlage erforderlich gewesen. Sonst hätte das Mischwerk auch ohne Zustimmung der Politik gebaut werden können. Nun wird überlegt, die Festsetzungen im B-Plan noch einmal zu prüfen, um in Zukunft Betriebe dieser Art fernzuhalten.