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Rat steht Rewe-Ansiedlung positiv gegenüber

lt. Horneburg. Der Rat des Fleckens Horneburg steht der möglichen Ansiedlung eines Rewe-Marktes im Gewerbegebiet Am Poggenpohl (das WOCHENBLATT berichtete) mehrheitlich positiv gegenüber. Bei drei Gegenstimmen (Grüne) und drei Enthaltungen (SPD) stimmte das Gremium jetzt für die Änderung des Bebauungsplans und die Ausweisung des Areals als "Sondergebiet Vollversorger". Der Antrag von Verena Wein-Wilke (Grüne) das Thema noch fünf Jahre ruhen zu lassen und dann darüber zu entscheiden, fand keine Mehrheit.
Vorangegangen war eine teils hitzige Diskussion, an der unüblicherweise auch Bürger teilnehmen durften. Zuhörer Carsten Hoffmann bezeichnete es als "fahrlässig", sich auf das Verträglichkeitsgutachten der CIMA GmbH zu verlassen. Viele Zahlen seien nicht schlüssig und falsch. Außerdem seien die Einzelhändler aus Horneburg überhaupt nicht befragt worden. "Die meisten sind gegen einen weiteren Supermarkt", so Hoffmann.
Martin Kremming, Gutachter der CIMA, der das Verträglichkeitsgutachten vorstellte, bescheinigte dem Rat hingegen, dass die Koexistenz zweier Vollversorger im Ortszentrum "realistisch und zeitgemäß" sei. Vor allem in Hinblick auf die Ausweisung des neuen Wohngebiets Blumenthal.
Letztendlich profitiere der Bürger vom größeren Angebot, so Ratsherr Richard Wilke (CDU). Einen Nachteil für Geschäfte in der Ortsmitte könne er nicht erkennen, vor allem weil in der Langen Straße überwiegend Dienstleistungsbetriebe angesiedelt seien.
Ziel sei es, im Zuge der Ortskernsanierung mehr Gastronomiebetriebe in die Lange Straße zu bekommen, ergänzte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Detje. Das beiße sich nicht mit einem neuen Supermarkt am Poggenpohl.
Kritiker bezweifeln aber, dass sich ein Drogeriemarkt im Zentrum ansiedelt, wenn es die geplante 200 Quadratmeter große Drogerieabteilung innerhalb des Rewe-Marktes gibt.
Dabei hatte Stella Harnisch-Scheuermann (Grüne) bereits Kontakt zur Drogeriekette Budnikowsky aufgenommen und eine positive Rückmeldung bekommen. Man freue sich, dass es in Horneburg den Wunsch nach einer Budni-Filiale gebe, und wolle sich intensiv um den Standort bemühen, heißt es in einem Schreiben der Geschäftsleitung.

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