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Samtgemeinde entscheidet über das Schicksal des Freibads

Die Rutsche, die Liegewiese und die Trennwand sollen im Freibad Horneburg erhalten bleiben.
at. Horneburg. Das Freibad in Horneburg soll renoviert werden. 1,86 Millionen Euro muss die Samtgemeinde Horneburg nach einer ersten Kostenschätzung rechnen. Nicole Riedle vom Planungs- und Ingenieurbüro „Balneatechnik“ aus Wiesbaden stellte die umfangreichen Sanierungsarbeiten in einer Sitzung dem Planungs- und Entwicklungsausschuss und Bau- und Feuerschutzausschuss vor.
Riedle errechnete pro Saison 30.000 bis 50.000 Besucher in dem 1957 erbauten Freibad, das sind rund 1.500 Besucher am Tag. Das Kombibecken und das Kinderbecken haben mittlerweile 55 Betriebsjahre auf dem Buckel. "Also eine betagte Dame", bemerkte die Planerin. Die Badetechnik sei zwar 1970 saniert worden, ist aber seitdem 45 Jahren in Betrieb. Mittlerweile nagt der Zahn der Zeit an den Außenbecken - oder eher der Frost. Schäden durch den Winter sind immer wieder notdürftig ausgebessert worden. Und machen eine Sanierung des Beckens inzwischen dringend nötig. Dazu gehören auch die Badetechnik und die Duschströmung durch das Becken, Riedel sprach in dem Zusammenhang von Beckenhydraulik.
Zu den Pluspunkten des Freibades zählte sie: das Kombibecken mit der 50-Meter-Bahn, der Trennwand und der Stehstufe an den Wänden. Sie wolle auf jeden Fall die Liegewiese und die Sprungtürme erhalten. "Das ist dem Badegast wichtig", sagte sie. Nur die Startblöcke würden verschwinden. An deren Stelle kämen fünf neue aus Edelstahl.
Um keine großen Umbaumaßnahmen zu forcieren und die Frostschäden zu beseitigen schlägt die Ingenieurin vor, das Becken im oberen Bereich mit einer Folie auszustatten. "Das ist sicherlich die kostengünstige Variante." Doch die Folie ist leicht anfällig und könnte erneut Renovierungsarbeiten nach sich ziehen. Einzig ein Becken aus Edelstahl erfüllt alle Wünsche: Es sei frostbeständig und UV- und lichtbeständig. Es habe dazu eine lange Lebensdauer und ist sicher vor Vandalismus. Reinigung und Pflege seien sogar einfacher als bei dem jetzigen Becken. Diese Variante würde aber gut eine Million Euro mehr verschlingen.
"Im Grunde ist das eine grobe Planung, jetzt geht es an die Details", sagte Samtgemeindebürgermeister Gerhard Froelian. Ohne eine Kreditaufnahme wird die Sanierung kaum möglich sein. "Ob die Samtgemeinde den finanziellen Spielraum wirklich für das Schwimmbad ausgeben will, muss weiter erläutert werden."
Das Gremium berät in seiner nächsten Sitzung über die Teilabschnitte der Sanierung. Die Politiker hoffen auf einen Baustart im nächsten Jahr.