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Soll sich Rewe im Gewerbegebiet ansiedeln?

Die Supermarkt-Kette Rewe möchte sich in der Nachbarschaft von Aldi im Bereich Poggenpohl ansiedeln
lt. Horneburg. Eine heiße Diskussion um die mögliche Ansiedlung eines Rewe-Marktes in Horneburg im Bereich Poggenpohl entbrannte kürzlich bei der Ratssitzung des Fleckens. Dabei stand das Thema gar nicht auf der Tagesordnung.
Ratsfrau Verena Wein-Wilke (Grüne) bezeichnete die Pläne, einen Vollversorger im Außenbereich anzusiedeln, als "Dolchstoß" in Sachen Städtebauförderung. Wie berichtet, sollen in den kommenden Jahren für insgesamt 3,9 Mio. Euro verschiedene Sanierungsmaßnahmen in der Horneburger Ortsmitte durchgeführt werden, um die Attraktivität des Zentrums zu erhöhen. Gleichzeitig einen großen Markt im Gewerbegebiet zuzulassen, sei schizophren, so die Ratsfrau.
"Wie sollten nicht alles von vorne herein zerreden", entgegnete Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Detje. Er bestätigte, dass ein Antrag von Rewe vorliegt. Demnach möchte sich der Markt in der Nachbarschaft von Aldi und Kik ansiedeln. Laut eines aktualisierten Gutachtens der Firma "CIMA" gebe es noch Potenzial am Poggenpohl für einen weiteren Lebensmittelmarkt.
Das Gutachten und die Pläne werden bei der Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch, 6. März, vorgestellt.
"Der Flecken muss die Chancen und Risiken einer Rewe-Ansiedlung nun sauber abwägen", so Samtgemeindebürgermeister Gerhard Froelian auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Wichtig sei vor allem, dass es in Horneburg bald einen Drogeriemarkt gebe.
Diskutiert wurde bei der Ratssitzung außerdem über die Einstellung von 25.000 Euro statt der geplanten 10.000 Euro in den Haushalt für externes Stadtmarketing. Einen solchen "Batzen" mehr Geld dafür einzuplanen, sei unnötig, so Verena Wein-Wilke.
Es gehe vorrangig darum, Handlungsspielraum für mögliche Maßnahmen zu haben, so Detje. Ob das Geld wirklich ausgegeben werde, stehe ja noch gar nicht fest.
Der ausgeglichene Haushalt wurde bei drei Enthaltungen angenommen.