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Surfen in Badehose oder am Bahnsteig: SPD beantragt zusätzliche öffentliche W-LAN-Zugänge in Horneburg

Am Horneburger Mehrgenerationenhaus besteht bereits ein öffentlicher W-LAN-Zugang
jd. Horneburg. "Horneburg ist jetzt ein Surf-Paradies", schrieb das WOCHENBLATT vor einem knappen halben Jahr: Ende Mai wurde in der Ortsmitte ein öffentlicher W-LAN-Zugang eingerichtet. Damit war Horneburg in Sachen "frei surfen für jedermann" der Vorreiter im Landkreis. Der SPD in der Samtgemeinde und im Flecken reicht dieses Gratis-Angebot nicht: Sie möchte, dass an weiteren Standorten der kostenlose Klick ins World Wide Web ermöglicht wird. Die Sozialdemokraten haben beantragt, entsprechende Finanzmittel im Haushalt 2016 bereitzustellen. Der Finanzausschuss der Samtgemeinde stimmte dem Vorhaben bereits zu.

Mit einer Übertragungsrate von bis zu 35.000 Kilobit pro Sekunde kann im und rund ums Horneburger Mehrgenerationenhaus schon jetzt gratis gesurft werden. Das Tempo reicht locker aus, um Songs und Videoclips ruckelfrei herunterzuladen. Möglich macht das ein W-LAN-Hotspot des Telekommunikations-Dienstleisters EWE. Man kann eine Stunde pro Tag kostenfrei ins Netz gehen. Für EWE-Kunden ist der Surfspaß sogar ohne Zeitlimit.

Ähnliche Zugänge möchte die SPD nun an anderen Stellen im Ort eingerichtet haben. Als Standorte werden der Horneburger Bahnhof, die Sportstätten Hermannstraße, das Freibad sowie die "neue Ortsmitte", der Platz an der Ecke Lange Straße/Im kleinen Sande, vorgeschlagen. Gerade dieser Platz werde durch einen Hotspot für Einkaufende und für Jugendliche attraktiver, so der Antrag. Auch für das Freibad rechnen die Sozialdemokraten mit einem "echten Mehrwert", sofern dort kostenloses WLAN installiert wird.

Seitens der Verwaltung soll nun auf Beschluss des Ausschusses bis Ende April ein Gesamtkonzept zur Einrichtung von Hotspots inklusive Kostenanalyse erstellt werden. Im Rathaus hatte man sich bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt und insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen unter die Lupe genommen. Dabei geht es vor allem um Haftungsfragen - etwa beim Down- oder Upload urheberrechtlich geschützter Inhalte wie Film- oder Musikdateien. Nach der jetzigen Rechtslage ist es nicht ausgeschlossen, dass Anbieter von Hotspots für Gesetzesverstöße durch Nutzer belangt werden können.

Während die Kommune beim bereits eingerichteten Hotspot in der Ortsmitte auf der sicheren Seite ist - dort steht die EWE für Verstöße gerade -, müssen bei neuen Standorten die rechtlichen Fragen abgeklärt werden, heißt es aus der Verwaltung. Die Bundesregierung habe bereits einen Gesetzesentwurf beschlossen, der die Kommunen weitgehend aus der Haftung entlassen. Eine Beratung im Bundestag stehe aber noch aus.

W-LAN für die Ratssitzungen
Auch Verwaltung und Politik setzen auf die Digitalisierung: Damit die Ratsleute den Sitzungsdienst via Internet besser nutzen können, sollen die Stizungsräume in den Mitgliedsgemeinden mit W-LAN ausgestattet werden. Dabei handelt es sich um den Gemeinschaftsraum der Agathenburger Mehrzweckhalle, das Dorfgemeinschaftshaus Bliedersdorf, das Bürgerbüro Dollern, "Tamckes Alter Gasthof" in Dollern sowie das Dorfgemeinschaftshaus Nottensdorf.