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SwinGolf-Platz bleibt in der Schwebe

Der Ausblick ins Alte Land.
at. Dollern. Zeit mit der Familie, Erholung in der Natur und dazu einen Blick auf das Alte Land, das möchten Gisela und Günther Detjen mit einer SwinGolf-Anlage - einer vereinfachten Form des Golfens - in Dollern erreichen. Das Problem: Die Anlage liegt im Landschaftsschutzgebiet "Geestrand von Stade bis Horneburg". Die Kreispolitiker müssten einen Teil des 3.800 Quadratmeter großen Areals aus dem Schutzgebiet erst entlassen. Doch die Entscheidung darüber stellten die Politiker im Kreistag kürzlich zurück. Begründung: Sie möchten einen alten Eichenbestand auf dem Gelände geschützt wissen. Außerdem leben dort Fledermäuse. Es ist bereits der zweite Antrag von Gisela und Günther Detjen. Der erste war 2010 abgelehnt worden.

Die Fläche, unmittelbar in der Nähe der Bundesstraße 73, gehört dem Ehepaar Detjen. Sie planen, neben dem etwa 9,5 Hektar großen SwinGolf-Platz ein Hofcafé zu bewirtschaften. Dafür wollen sie eine Scheune, die auf der Fläche steht, sanieren und umwirtschaften. Parkplätze würden laut Planungen am Heuweg entstehen - direkt unter einer alten Gruppe Eichen. "SwinGolf ist ein Spaß für die ganze Familie", versichert Gisela Detjen. Die Regeln sind einfacher als beim Golf, mit einem Universalschläger versuchen die Sportler einen Schaumstoffball mit möglichst wenig Anläufen über die Bahn in ein Loch zu schlagen. Die Anlage liege mitten in der Natur und würde anders bewirtschaftet als ein klassischer Golfplatz: Er wird seltener gemäht und der Flächenbedarf liege im Vergleich zum normalen Golfplatz nur bei maximal 20 Prozent. Fläche und Umgebung bieten sich laut Antrag des Ehepaares für die Umsetzung an. Für die Nutzung des Areals als SwinGolf-Anlage brauchen die Eheleute lediglich eine Genehmigung, die Fläche würde weiterhin Landschaftsschutzgebiet bleiben. Der Parkplatz und die Scheune müssten befreit werden.

Und das möchte die Kreisverwaltung noch einmal prüfen. Die Politiker fordern darüber hinaus einen alternativen Vorschlag zu den Parkplätzen und den Eichen.
Kritik gibt es auch von den Anwohnern. Die sorgen sich um ihre Ruhe und um das Biotop. Sie befürchten Touristenscharen und die Zerstörung der Natur.
Die Gemeinde steht hinter dem Projekt, das sagt Bürgermeister Wilfried Ehlers. "Es ist eine Aufwertung für Dollern." Das wisse der Rat und ein Großteil der Bevölkerung. Er hoffe auf eine baldige Entscheidung. Das Tauziehen um die SwinGolf-Anlage dauert bereits fünf Jahre.