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Zwei Häuser für Asylsuchende: Samtgemeinde Horneburg nimmt Kredit für Flüchtlings-Quartiere auf

Auch Horneburg braucht Platz für weitere Flüchtlinge
jd. Horneburg. Die Flüchtlingswelle ebbt nicht ab und der Winter steht vor Tür: Damit die Menschen, die hierzulande Zuflucht vor Krieg und Elend suchen, ihr Dasein nicht in Zeltlagern und Massenunterkünften fristen müssen, bemühen sich viele Kommunen um angemessene Unterkünfte. Auch in Horneburg sucht die Verwaltung händeringend nach geeigneten Quartieren. Jetzt ist man fündig geworden. Für den Kauf muss allerdings ein Kredit aufgenommen werden. Der soll auf der Rats-Sitzungs am kommenden Mittwoch von der Politik abgesegnet werden.

"Vorgesehen ist ein Nachtragshaushalt mit einer Kreditaufnahme in Höhe von 500.000 Euro", sagt Rathauschef Matthias Herwede. Von dem Geld will die Kommune zwei Privathäuser erwerben, die laut Herwede "sehr gut geeignet" sind, um dort Asylbewerber unterzubringen. Horneburg muss sich darauf einstellen, dass sich die Zahl der vom Landkreis zugewiesenen Flüchtlinge weiter deutlich erhöht. Derzeit leben im Ort 105 Flüchtlinge. Bis Januar werden weitere 90 erwartet und bis Ende 2016 sollen nach dem jetzigen Stand noch einmal 150 hinzukommen. "Um auch in Zukunft unsere Quote zu erfüllen, müssen wir vorausschauend planen", meint Herwede.

Daher sei für 2016 eine weitere halbe Million Euro vorgesehen. Zum Jahresende wird die Samtgemeinde mit rund 4,5 Millionen Euro in der Kreide stehen. Das sind rund 2 Millionen Euro mehr als am Jahresbeginn. Die zusätzlichen Kredite wurden für die Freibad-Sanierung (1,3 Millionen Euro) und den Erwerb von Flüchtlingsunterkünften aufgenommen.

• Auf der Sitzung des Samtgemeinde-Rates am Mittwoch, 14. Oktober, um 19.30 Uhr im Horneburger Rathaus stehen neben der Flüchtlingssituation der Haushalt 2016 sowie die Ernennung von Brandmeistern auf der Tagesordnung.