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Drei Einbrüche innerhalb einer Woche

Jürgen Smutek steht vor der zerbrochenen Scheibe. Innerhalb einer Woche wollten Diebe dreimal in sein Geschäft einsteigen

„Sammanns Hus“-Inhaber Jürgen Smutek hofft nach Diebstahl-Versuchen auf Unterstützung der Gemeinde.

mum. Jesteburg. Jürgen Smutek könnte vor Zorn platzen. Innerhalb von nur einer Woche haben Unbekannte gleich dreimal versucht, in sein Geschäft einzusteigen. Smutek führt gemeinsam mit seiner Frau Renate das „Sammanns Hus“ direkt im Herzen Jesteburgs gegenüber des Rathauses. Wer das Geschäft betritt, sollte Zeit mitbringen. Überall finden sich Schätze - alte und neue. Seit mehr als 35 Jahren verstehen es die Eheleute, eine Auswahl aus Schönem, Kuriosem und Exotischem für Haus und Garten zusammenzutragen. Auf dem Tisch tickt eine alte Uhr, eine historische Ankleidepuppe steht an der Wand, nostalgisches Spielzeug liegt auf einem antiken Tisch.
Vermutlich auf Gegenstände, die leicht weiter zu verkaufen sind, hatten es die Diebe abgesehen. Allerdings ohne Erfolg. Das erste Mal schlugen die Täter in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Scheibe direkt zur Straßenfront ein. Smutek, der in dem Haus auch wohnt, hörte den Krach und machte sich bemerkbar. Die Einbrecher flüchteten. Nur drei Nächte später versuchten es Unbekannte erneut. Smutek beobachtete aus dem Fenster, wie mindestens zehn Personen in Fenster auch angrenzender Geschäfte schauten. Als er ihnen zurief, die Polizei gerufen zu haben, flohen die Männer. Kurz darauf folgte der dritte Einbruchsversuch: Wieder wurde eine Scheibe eingeschlagen. In das Geschäft seien die Männer nicht gelangt. „Dafür ging allerdings teures Porzellan zu Bruch“, so Smutek. Er schätzt den Schaden auf bis zu 1.500 Euro.
Selbstverständlich richtet sich Smuteks Ärger in erster Linie an die Diebe, die für den Schaden verantwortlich sind. „Ich hoffe, die Polizei schnappt sie“, so der Jesteburger. So richtig daran glauben mag er allerdings nicht. Verärgert ist Smutek aber auch über die Gemeinde Jesteburg. Zwar befindet sich gegenüber seines Geschäftes eine Straßenlaterne. Doch die wird zwischen 0.30 Uhr und 4.30 Uhr abgeschaltet. „Das ist doch genau die Zeit, in der Diebe zuschlagen“, ist sich der Jesteburger sicher. Allerdings wird sich an den Schaltzeiten nichts ändern. „Wenn es um das Thema Beleuchtung geht, sind die Eigentümer selbst gefordert“, sagt Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper. „Die Gemeinde kann nicht alles beleuchten.“ Das sei auch Teil der Informationen durch die Polizei im vorigen Jahr gewesen. „Am Haus und auf dem Grundstück sollte jeder selbst für ausreichend Beleuchtung sorgen“, so Höper.