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Auf ein Wort: „Die Pferde sind schuld“

Zu viel versprochen? Isa Maschewski veranstaltet nun doch kein Osterfeuer

Isa Maschewski sagt Osterfeuer ab / Kunstpfad wird später eröffnet.

Hinter vorgehaltener Hand haben damit in Jesteburg bereits alle gerechnet - jetzt ist es offiziell: Kunsthaus-Kuratorin Isa Maschewski hat das Osterfeuer abgesagt. Und natürlich liegt es nicht an ihrem Organisationstalent, sondern an den Pferden. Richtig gelesen: Maschewski begründet die Absage mit dem Veto des Reit- und Fahrvereins Nordheide. Vereins-Vorsitzender Sven Meier habe bei der Gemeinde moniert, dass es im Vorfeld keine gemeinsame Abstimmung mit dem Reitverein gegeben habe. Das Osterfeuer sollte eigentlich auf dem alten Festhallen-Areal am Ortsausgang in Richtung Asendorf stattfinden. Maschewski sei von Meier darauf hingewiesen worden, dass ein Feuer in einem Abstand von nur 200 Metern zu den Stallungen ein extremes Risiko für die Pferde darstellen würde. Die Qualm-Entwicklung führe zu Panik bei den Pferden. Auch die Suche nach alternativen Flächen sei gescheitert.
Dabei hatte Maschewski im Dezember noch vollmundig angekündigt, die Eröffnung des Kunstpfades mit einem Osterfeuer zu verbinden. „Ich bin sicher, dass ich genug Helfer mobilisieren kann“, so Maschewski damals. Im Gegensatz zu ihren sonstigen Projekten wollte die eloquente Frau dieses Mal sogar keine Zuschüsse von der Gemeinde in Anspruch nehmen. Vielleicht liegt darin auch ein Grund, warum sie nun von der Organisation Abstand nimmt.
Übrigens: Maschewski hat nicht nur das Osterfeuer abgesagt, sondern auch die Eröffnung des Kunstpfades (ein etwa fünf Kilometer langer Wanderweg, der die Kunststätte Bossard mit dem Kunsthaus verbinden und „Natur durch Kunstwerke anders erlebbar machen“ soll). Wie berichtet, sollte die Fertigstellung des 60.000 Euro Projekts quasi mit dem Osterfeuer angeheizt werden. Wann die Jesteburger nun mit der Einweihung rechnen können, konnte Maschewski auf WOCHENBLATT-Nachfrage nicht sagen. Auch nicht, wie viele der geplanten Objekte schon fertig sind. Wichtig wäre vor allem, dass die Gemeinde im Auge behält, wie die 60.000 Euro Steuergelder für den Kunstpfad verteilt werden.
Sascha Mummenhoff