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Auf ein Wort: Zigaretten-Pause für junge Fußballer

WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff

U17-Spieler rauchen zwischen den Spielen.

Neulich in Winsen-Roydorf - Hallenmeisterschaft der U17-Jährigen. Teams aus Buchholz, Rosengarten, Hanstedt, Hollenstedt und Neu Wulmstorf spielen anspruchsvollen und wirklich sehenswerten Futsal (bei dieser Fußball-Variante in der Halle wird mit einem speziellen Ball gespielt, der fast gar nicht springt). Zwischen den Partien versuchen die Jugendlichen die Pausen so gut wie es geht zu überbrücken. Die Kicker quatschen, essen oder spielen mit ihren Smartphones - oder gehen vor die Tür und zünden sich eine Zigarette an.
Richtig gelesen: Wie selbstverständlich marschierten zwei Spieler eines Teams nach jeder Partie vor die Sporthalle und entspannten bei einer Zigarette. Begleitet wurden die Teens stets von ihren Mannschaftskameraden - Passivrauchen ist offensichtlich cool.
Ich bin der Meinung, dass das auf gar keinen Fall geht. Rauchen ist in der Öffentlichkeit erst ab 18 Jahren erlaubt. Dazu mag man stehen wie man will. Es bleibt ein Verbot! Zudem wirbt der DFB seit Jahren mit dem Slogan „Keine Macht den Drogen“.
Aber wer hätte die Teenager auf ihr Fehlverhalten hinweisen müssen: Die Hallenleitung? Die Schiedsrichter? Ich als Zuschauer? Hätte der Trainer reagieren müssen? Ich selbst trainiere seit mehr als 20 Jahren Jugend-Mannschaften. Ich hätte das Rauchen eines meiner Spieler während eines Turniers, beziehungsweise eines Spieles nicht akzeptiert und den Jungen nach Hause geschickt. Ich hoffe, dass mein Trainerkollege zumindest das Gespräch mit den Jungs und den Eltern sucht. Ansonsten sollte er seine Trainer-Lizenz - falls überhaupt vorhanden - abgeben.
Übrigens: Während sich die Jungs draußen vor der Tür ihre Zigaretten ansteckten, wurde in der Halle Geld gesammelt. Der Kreis Harburg des Niedersächsischen Fußballverbandes unterstützt seit vielen Jahren die Kinder-Krebshilfe.
Sascha Mummenhoff