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Bekommt Jesteburg ein Porzellan-Museum?

mum. Jesteburg. Das Konzept klingt vielversprechend: Auf einem Grundstück in Jesteburg an der Ecke Waldweg/Landesstraße nahe des Lohofs will das Unternehmer-Ehepaar Sobottka ein Porzellan-Museum errichten. Die Pläne wurden jetzt im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur diskutiert.
Familie Sobottka verfügt offensichtlich über einen großen Fundus wertvoller Stücke. Sie möchten diesen der Öffentlichkeit auf Dauer zugänglich machen. Laut Verwaltungsunterlagen ist dazu die Aufstellung eines eingelagerten Niedersachsenhauses (12 mal 21 Meter) geplant. Darin soll auf 240 Quadratmetern Fläche ein Ausstellungsraum, eine Hausmeisterwohnung und Kreativräume entstehen. In einem Anbau soll zudem ein Café eingerichtet werden. Eine Stiftung soll - so heißt es - später das Museum tragen.
Das Fachwerkbauernhaus stand bis vor einigen Jahren am Wümmeufer. "Gemäß einer Untersuchung wurde es kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg errichtet", heißt es in den Unterlagen. Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung lief nach dem Zweiten Weltkrieg aus. Das Haus stand unter Denkmalschutz, sollte aber auf Initiative des Deichverbandes abgerissen werden.
"Das Projekt ist sehr interessant und passt gut zu den Themen Kunst und Kultur in Bendestorf und Jesteburg", lautet die Empfehlung der Verwaltung. Die hochwertigen Stücke dürften ein Fachpublikum aus Deutschland und dem Europäischen Umfeld anziehen.
Allerdings: Nicht unproblematisch ist die Standortauswahl. Das Grundstück liegt im Außenbereich, im Landschaftsschutzgebiet und in einem Wald. In einem Beratungsgespräch beim Landkreis Harburg seien die Sobottkas sowohl seitens der Gemeinde als auch durch die Vertreter des Landkreises auf eine sehr schwierige und langjährige Planung hingewiesen. "Bereits während des Planungsverfahrens kann das Ergebnis auch lauten, dass eine Realisierung an dem Standort nicht möglich ist", heißt es seitens der Verwaltung. Auf jeden Fall sei mit einer Genehmigungsverfahren zu rechnen, dass bis zu sechs Jahren dauern kann.
Trotz dieses Problematik kam das Projekt im Ausschuss gut an. Als nächstes wird sich der Bau-Ausschuss am Mittwoch, 29. Mai, mit dem Thema befassen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Heimathaus.
Mehr zu diesem Projekt lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe des WOCHENBLATT.