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Bendestorf wird zum Vorbild für Japan

Die Delegation aus Japan mit ihren Gastgebern (v. li.): Bernd Beiersdorf (Bendestorfs stellv. Bürgermeister), Azusa Kashiwagi, Maiko Iwashita, Birte Niemeyer (Leiterin der Krippe), Toshiyuki Furuki (Delegationsleiter), Edith Baurat-Hiemer, Professor Gerhard J. Suess und Dolmetscherin Kaori Sudo

Delegation aus Fernost besichtigt Bildungseinrichtungen in der Samtgemeinde Jesteburg.

mum. Bendestorf. So ein Besuch dürfte nicht alltäglich sein. Eine dreiköpfige Delegation aus Japan besuchte jetzt die Bendestorfer Krippe „Die Farbkleckse“. Toshiyuki Furuki (Yuno Institute), der in Begleitung der beiden Lehrerinnen Maiko Iwashita und Azusa Kashiwagi zu Gast in der Samtgemeinde Jesteburg war, wurde von Gemeindedirektorin Bettina Jägersberg und dem stellvertretenden Bendestorfer Bürgermeister Bernd Beiersdorf begrüßt. Die Gäste wollten sich während ihres zehntägigen Besuchs über das deutsche Kindergartensystem informieren. Besonders im Fokus stand die „Frühkindliche Bildung“.
Der Kontakt kam durch Edith Burat-Hiemer zustande. Sie ist Buchautorin zweier Fachbücher und pensionierte Lehrerin der Fachschule für Sozialpädagogik. Warum sie ausgerechnet die Krippe „Die Farbkleckse“ in Bendestorf für ihren Besuch auswählte, in der Kinder ab dem ersten Lebensjahr betreut werden, hatte mehrere Gründe. „Als Beauftragte für 'Frühkindliche Bildung' der Fachschule für Sozialpädagogik war ich auch verantwortlich für die Kinderkrippe Mamamia. Dort war Birte Niemeyer, die Leiterin der Bendestorfer Krippe, zuvor tätig. Sie hat das mehrfach ausgezeichnete Mamamia-Konzept übernommen und entwickelt es mit ihren Mitarbeiterinnen in Bendestorf weiter.“ Maßgeblich beteiligt an dem Mamamia-Konzept ist auch Gerhard J. Suess. Der Professor für Klinische- und Entwicklungspsychologie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, gehörte ebenfalls der Delegation an.
Toshiyuki Furuki hatte bereits 2015 die Kinderkrippe Mamamia in Hamburg besucht und fand den pädagogischen Ansatz dort sehr interessant. In Bendestorf wurde den Gästen aus Japan die Gelegenheit gegeben, Kontakt zu Professor Suess aufzunehmen und den Ansatz der „Frühkindlichen Bildung“ sowohl aus wissenschaftlicher Sicht zu erörtern als auch in der Praxis zu erleben.
Tomasz Niedzielin, der Bildungskoordinator der Samtgemeinde Jesteburg, unterstützte den Austausch und freut sich ebenso wie Birte Niemeyer über den japanischen Besuch. „Für uns als Samtgemeinde ist es schon etwas Besonderes, wenn wir Vorbild sein können - zumal es auch sich auch noch um ein anderes Land handelt.“
Die japanische Delegation hatte großen Wissensdurst und löcherte die Gastgeber mit vielen Fragen, die von Dolmetscherin Kaori Sudo übersetzt wurden. So wollten die Teilnehmer wissen, ob in Deutschland auch Waldkindergärten bestehen und ob es feste Bereiche gibt, in denen die Kinder ausgebildet werden müssen, bevor sie in die Schule kommen. Niedzielin nahm die Besucher mit auf einen Streifzug durch die Samtgemeinde. Er zeigte ihnen die verschiedenen Kindertageseinrichtungen, die Grundschulen, die Oberschule und die Außenspielbereiche aller Bildungseinrichtungen. Typisch Asiaten - es wurde sehr viel fotografiert.


„Hilf mir, es selbst zu tun!“

(mum). In Bendestorf wird nach dem Montessori-Ansatz „Hilf mir, es selbst zu tun!“ gearbeitet. „Bei uns steht das Kind an erster Stelle. Jedes Kind ist ein Individium, ist einzigartig und eine respektvolle Persönlichkeit“, so Birte Niemyer. Ziel sei es, den Kindern die Freude am Lernen zu erhalten und zu fördern. Nach der Montessori-Pädagogik vermittelt vorbereitete Umgebung Kindern Orientierung. Das Kind begreift durch Entwicklungsmaterialien die Welt. Durch freie Wahl des Spielmaterials wird die Entwicklung gefördert.
Mehr Informationen gibt es bei Birte Niemeyer unter der Rufnummer 04183 - 9894597 oder via E-Mail an kinderkrippe_bendestorf@ewe.net.