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Bewegte Bilder bewegen Menschen

Jürgen A. Schulz in seinem Studio. Dort hat er jede Menge altes Material gesichtet, das jetzt präsentiert wird

Neues Projekt von Jürgen A. Schulz: "Geschichten rund ums Herdfeuer" werden zum ersten Mal gezeigt.

mum. Asendorf/Hanstedt. Fast ein halbes Jahrhundert ist es her, als Jürgen A. Schulz - er wohnte damals noch in Hanstedt - zum ersten Mal eine 16-Millimeter-Kamera in die Hand nahm. Seitdem liefen Rolle um Rolle Farbfilm durch das damals sehr teure Aufnahmegerät von Bolex. Feiern wurden aufgenommen, auf Festen aller Art tauchte die Bolex in der Hand des Journalisten auf - bei Einweihungen, Sturmfluten, Richtfesten, auf Reisen und bei mehr oder weniger spektakulären Ereignissen entstanden viele Meter Film. Bis heute kamen so fast 60.000 Meter zusammen. Gut verschlossen gegen Feuchtigkeit oder Staub lagerten die Rollen in Regalen in seinem Asendorfer Studio. Seit wenigen Monaten hat das Lagern ein Ende. Meter um Meter das Materials wurde am Schneidetisch ausgewählt und zusammengestellt zu Filmen, die heute Geschichte erzählen. Zum Beispiel über die Heidjer, die damals, als die Bilder über das Geschehen im Land zwischen Elbe und Weser laufen lernten, von der Kamera eingefangen worden sind. 
Ausgewählt  sind Themenblöcke - manchmal zwei bis drei Minuten lang, manchmal auch knapp zehn Minuten. Da die Themen unterschiedlich sind, musste ein "Verbinder" her, der den unterschiedlichen Szenen Halt gibt. Und das ist im doppelten Sinne das Herdfeuer. Am Herdfeuer trafen sich die Heidjer zum Klönschnack, zum Austauschen von Gedanken, Ideen und Geschichten und um die dreht es sich letztlich auch bei der neuen Produktion des Journalisten.
Die Besucher können sich auf ganz unterschiedliche Facetten freuen. Gezeigt wird der bäuerliche Alltag, der Faslams-Brauchtum oder Volkstanz. Vor fast 50 Jahren wurde auch der Feuerwehr aufs Rohr geschaut: Außer den historischen Aufnahmen aus Hanstedt existieren Szenen vom Feuerwehrneubau aus der Nachbargemeinde Jesteburg. Von besonderem Reiz ist dabei, dass Schulz auch altes Filmmaterial aus Privatbesitz eingebunden hat. Unter dem Titel "Geschichten rund ums Herdfeuer"  entstand so ein Film, der ein buntes Bild eines lebendigen wachsenden Landkreises über einen langen Zeitraum zeichnet.  
Zugleich gibt es ein Wiedersehen mit altbekannten Persönlichkeiten, die damals vor der Kamera standen: Siegfried Cohrs etwa, Vorsitzender des Vereins "Postkutsche Lüneburger Heide". Einen größeren Abschnitt widmet Schulz dem Bendestorfer Ehrenbürger Georg Sluyterman von Langeweyde. Er war Grafiker, Maler und Liedermacher - und dem Nationalsozialismus verbunden. 
• Wer neugierig geworden ist, bekommt zwei Gelegenheiten den neuen Film zu sehen: Am Freitag, 25. Mai,um 19 Uhr im "Alten Geidenhof" (Buchholzer Straße 1) und am Donnerstag, 31. Mai, in "Gasthof zur Eiche" in Ollsen. Im Vorverkauf kosten die Tickets acht Euro; an der Abendkasse werden 9,50 Euro fällig. Als Hauptfilm wird die Dokumentation "Kulturdenkmäler im Landkreis Harburg "gezeigt.

Aufruf zum Wettbewerb
(mum). Parallel zu seinen vielen Aufgaben betreut Jürgen A. Schulz derzeit eine besondere Aktion. Gemeinsam mit dem WOCHENBLATT schickt der Filmemacher die Landkreis Harburger in den Keller oder auf den Dachboden. Dort sollen sie nach alten, selbst gedrehten Filmen suchen. "Bevor die Leute begannen, alles mit ihren Handys zu filmen, wurden Familienfeste oder die ersten Schritte der Kinder auf Super-8 festgehalten", so Schulz. Diesen Streifen möchte der Asendorfer zu neuem Glanz verhelfen. Vor allem Filme ab 1950, die auch für Fremde von Interesse sind, sucht Schulz. Spätestens im Herbst sollen die interessantesten Beiträge im Zuge eine Scheunenkino-Abends präsentiert werden. Und natürlich gibt es etwas zu gewinnen.
Die Beiträge sollten möglichst eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten, beziehungsweise nicht länger als 120 Meter lang sein. Jedem Medium muss zudem ein "Meldebogen" beigefügt sein. Im Internet ist extra dafür ein Vordruck abrufbar. Die Beiträge können in der WOCHENBLATT-Geschäftsstelle in Buchholz (Bendestorfer Straße 3-5) gern persönlich abgegeben werden. Ebenso können die Filme direkt an Schulz geschickt werden. Die Postanschrift lautet: Doku-pro, Hinnerkstraße 7, 21271 Asendorf.
• www.dokupro.shop.