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„Das ist einfach nur peinlich!“ - Nach WOCHENBLATT-Anfrage: Jesteburg lässt vermüllten Weg in der Ortsmitte endlich säubern

Kein schöner Anblick: Winfried Marquardt zeigt auf den Müll hinter dem Penny-Parkplatz
 
Vandalen haben jede Menge Unrat entlang des Weges verteilt

„Es ist einfach nur traurig, wie wenig sich die Verwaltung kümmert“, sagt Winfried Marquardt. Der selbstständige Hausmeister hatte sich laut eigenen Angaben immer wieder im Jesteburger Rathaus darüber beschwert, dass ein kleiner Fußweg total vermüllt ist. „Getan hat sich nichts“, so Marquardt, der auf dem angrenzenden Parkplatz eines Discounters für Sauberkeit sorgt. Er habe sogar Fotos mitgeliefert.
Das WOCHENBLATT fragte bei Bauamtsleiter Thomas Burmester nach. Und siehe da - wenige Tage später erstrahlt der Weg in neuem Glanz. Der ganze Müll ist weg. Ob die Sauberkeit Bestand hat, wird sich zeigen. Marquardt glaubt nicht daran. Er fordert die Aufstellung von Mülleimern.

mum. Jesteburg. „Das ist einfach nur peinlich!“ Winfried Marquardt ist nicht gut auf die Gemeinde Jesteburg zu sprechen. Der selbstständige Hausmeister ist in dem kleinen Heidedorf unter anderem für die Außenanlagen des Penny-Marktes an der Hauptstraße verantwortlich. Direkt hinter dem Parkplatz des Discounters verläuft ein kleiner Fußweg, der die Bahnhofstraße mit der Hauptstraße verbindet. „Das ist bestimmt der dreckigste Weg im Landkreis Harburg“, sagt Marquardt. Und tatsächlich findet sich dort nahezu alles, was weggeworfen werden kann - leere Flaschen, Kartons, Plastikmüll. Auffällig: Viele Verpackungen waren für Alkohol bestimmt. Neulich fand Marquardt dort sogar einen Ölkanister. Besonders schlimm ist der Blick in die angrenzenden Gärten. Die Vandalen schmeißen ihren Unrat einfach über den Zaun. An manchen Stellen haben sich inzwischen richtige Müllberge gebildet.
Marquardt hat die Gemeinde laut eigenen Anhaben mehrfach auf den Abfall hingewiesen. „Ich habe sogar Fotos geschickt“, sagt der Hausmeister. Geschehen sei allerdings nichts. „Ich weiß, dass die Gemeinde dort keinen Aufpasser hinstellen kann“, so Marquardt. Aber man dürfe doch erwarten, dass dort regelmäßig vom Bauhof für Sauberkeit gesorgt wird. Vielleicht reicht es ja schon, wenn dort ein paar Mülleimer aufgestellt werden.
„Wir kennen das Problem“, sagt Bauamtsleiter Thomas Burmester auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Sobald wir im Bauhof wieder Kapazitäten haben, werden wir dort jemanden zum Aufräumen hinschicken.“ Und tatsächlich: Innerhalb weniger Tage war der Weg sauber. Schade, dass dazu offensichtlich erst eine Anfrage des WOCHENBLATT notwendig war.
• Jesteburger, die sich über zugemüllte Plätze beschweren? Das gab es doch schon einmal. „Es ist eine Schande, was sich die Gemeinde Jesteburg hier erlaubt“, schrieb ein erboster WOCHENBLATT-Leser in einem Brief an die Redaktion Ende vorigen Jahres. Der Seeve-Spielplatz sei wieder einmal komplett zugemüllt. „Außerdem sind viele Geräte bereits seit längerer Zeit beschädigt. Aber offensichtlich interessiert das im Rathaus niemanden.“ Seinem Brief hatte der Leser Fotos beigefügt. Sie zeigten unter anderem ein Spielgerät, an dem die Farbe abgeplatzt war und sich Rost ausbreitete. An einem Holzklettergerüst fehlte eine Stufe. „Am meisten ärgert mich, dass ich die Gemeinde häufig auf die Missstände hingewiesen habe. Doch nichts geschieht“, so der WOCHENBLATT-Leser damals.
Auch hier hat Jesteburg inzwischen reagiert. Der Spielplatz ist in einem guten Zustand.
• Das WOCHENBLATT fragt: Gibt es noch andere öffentliche Plätze, die in einem schlimmen Zustand sind? Bitte schicken Sie uns eine E-Mail - am besten mit Fotos - an folgende E-Mail-Adresse: mum@kreiszeitung.net.