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Das ist gelebte Integration - "Kick the border"

Jubel beim "Kick the border"-Fußball-Turnier: Acht gemischte Mannschaften aus Flüchtlingen und Jesteburgern traten gegeneinander an (Foto: Boegel)

Ein Fußball-Fest mit Flüchtlingen und Einheimischen fand jetzt in Jesteburg statt.

mum. Jesteburg. Acht gemischte Teams aus aller Welt spielten nicht unbedingt gegeneinander, sondern vor allem miteinander Fußball: Die Flüchtlinge, die in der Samtgemeinde Jesteburg untergebracht sind und "einheimische" Kicker waren von einem Team aus Ehrenamtlichen in die Sporthalle der Grundschule Jesteburg eingeladen worden, zu Sport und Spiel mit Musik. Die jüngsten Spieler auf dem Spielfeld waren zehn Jahre alt, Familienväter hatten sich die Hallenschuhe geschnürt, auch Mädchen stellten ihr Talent unter Beweis - und gemeinsam mit gut 30 Flüchtlingen traten sie in gemischten Teams gegeneinander an.
Möglich wurde das Turnier dank des Einsatzes vieler ehrenamtlicher Organisatoren und Helfer, die einfach Lust dazu hatten, ein "cooles" Sport-Event mit und für Flüchtlinge und Jesteburger auf die Beine zu stellen. Unternehmer Henning Brandt stiftete 80 Trikots, Jugendausschuss-Vorsitzende und Deutschvermittlerin Nathalie Boegel organisierte das Turnier, Student Daniel Ismer bereitete die Flüchtlinge als ehrenamtlicher Fußballtrainer auf die Spiele vor. Den perfekten Sound lieferte Bernd Jost mit seiner Profi-Musikanlage, Florien Wildemann versetzte die Halle als DJ in Stimmung und Katrin Engelbrecht sorgte mit ihrer Kindertruppe dank des reichlich gespendeten Kuchen-Büfetts für das leibliche Wohl. Turnierleiter Dietmar Schmidt stellte den perfekten Ablauf der Spiele sicher und Schiedsrichter Heiko Luger (gerade zum Jugendleiter der VfL-Fußball-Abteilung gewählt) musste ausgesprochen wenig pfeifen.
In den kurzen Spielpausen wurden einzelne Flüchtlinge interviewt, um sich dem Publikum kurz vorzustellen. Für einen bewegenden Augenblick sorgte der 18-jährige Shoker aus Afghanistan, als er für die Zuschauer und Spieler spontan ein Lied aus seiner Heimat sang - ein Liebeslied.
"Wir sind total begeistert, dass alle so viel Spaß zusammen hatten", freuen sich die Organisatoren. "Wir haben schöne Spiele gesehen und ein herzliches Miteinander auf dem Spielfeld und auf der Tribüne erlebt."
Für die Flüchtlinge waren die gespendeten Kuchen und andere Leckereien sowie die Getränke umsonst. "Wir wollten die Flüchtlinge an diesem Tag neben Sport und Spiel, Essen und Trinken auch gern dazu einladen, ein Teil unserer Gemeinschaft zu werden “, so Boegel. Der Einnahmen-Überschuss in Höhe von 143 Euro geht an die Samtgemeinde für die Flüchtlingsarbeit.