Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Dem Regen sei Dank

Dirk Mertens, VNP-Fachbereichsleiter für Naturschutz und Offenlandpflege, begutachtet den Stand der Heideblüte im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide (Foto: VNP)
VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide erwartet eine gute Heideblüte.


(mum). In Hinblick auf ihre Hochblüte wird sich die Heide auch in diesem Jahr wieder perfekt an das Drehbuch halten. Obwohl bereits vor einem Monat erste blühende Exemplare der Besenheide beobachtet wurden, ist erst jetzt in einigen Bereichen ein flächenhafter lila Schimmer zu beobachten und die Hochblüte wird somit wieder in die Zeit vom 8. August bis zum 9. September fallen. Davon ist zumindest Steffen Albers von der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide überzeugt.
Ein kalter Frühling hatte zunächst für einige Sorgen um eine gute Heideblüte gesorgt. Die Heide konnte bei den geringen Temperaturen nur kurze Triebe ausbilden. Auch die innerhalb der Heide wachsenden Gräser entwickelten sich nur langsam, so dass den Schnuckenherden in den meisten Heideflächen ausreichend Zeit zum Fressen blieb. Anders als in den meisten Jahren, ergaben sich im weiteren Jahresverlauf dann recht günstige Wachstumsbedingungen. Das Frühjahr und der bisherige Sommer gehörten zu den niederschlagsreichsten der vergangenen Jahrzehnte. Die Besenheide honorierte dieses Wasserangebot durch einen kräftigen Blütentrieb, der in der grasarmen Heide sehr gut zur Geltung kommen wird.
Die ständige Bodenfeuchte förderte aber auch die Entwicklungsbedingungen für den tierischen Gegenspieler der Heide, den Heideblattkäfer. Alte Heidebestände und solche mit hohen Moosauflagen wurden in vielen Bereichen durch so hohe Populationsdichten des Käfers befallen, dass die Heide hier flächig abgestorben ist. Die kleinen braunen Käfer entwickeln sich als Larven in der Moosauflage und schädigen sowohl das Feinwurzelsystem der Heide als auch ihr Blattwerk. So sind einige Heiden, die über Jahre einen besonders schönen Blütenflor trugen nun leider recht unansehnlich.
Durch die intensiven Pflegemaßnahmen der VNP-Stiftung Naturschutzpark, besonders in Form von Plagg- und Schopperflächen, finden sich aber in allen Bereichen des Schutzgebietes schöne Blühareale. „Der Besucher der Lüneburger Heide sollte sich entsprechend vor Ort bei Vermietern oder den Tourist- Informationen erkundigen, wo die Heide am schönsten blüht“, so Albers.
• Nähere Informationen zum Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und der Arbeit des Verein Naturschutzpark und seiner Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide gibt es auch unter www.verein-naturschutzpark.de oder www.stiftung-naturschutzpark.de