Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Der neue Badleiter hat unterschrieben

Die Mitglieder des Freibad-Förderverein packten an und beseitigten die Sturmschäden (Foto: Förderverein Unser Freibad)

Henning Schöttler tritt Stelle im Jesteburger Freibad an.

mum. Jesteburg. Das sind wirklich gute Nachrichten für alle Freunde des Jesteburger Freibads: Kürzlich hat Henning Schöttler (26) seinen Vertrag als Badleiter unterschrieben. Schöttler wohnt in Buchholz und wird die Stelle zum 1. März antreten. „Ich freue mich auf die große Herausforderung, die ich mit Respekt und viel Motivation antrete“, so Schöttler. Für sein erstes Jahr in Jesteburg wünscht sich der Badleiter „einen warmen und besucherstarken Sommer“.
Die Neubesetzung der Stelle ist für Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper „ein echter Glücksfall“. Vorgänger Danny Feller hatte seinen Posten zum Jahresende gekündigt und sich beruflich neu orientiert. Höper befürchtete, keinen Ersatz zu finden. „Es ist in der heutigen Zeit schwierig, einen Badleiter zu finden“, so Höper. Das dürfte vor allem an den unattraktiven Arbeitszeiten liegen. Ein Badleiter würde in den Sommermonaten jede Menge Überstunden sammeln, die er dann im Winter abbummelt. „Hätten wir keinen Ersatz gefunden, wäre das Bad geschlossen geblieben.“
Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen, so dass auch die notwendigen Sanierungsarbeiten rechtzeitig erledigt werden können. Wie berichtet, musste das Freibad aufgrund des schlechten Zustandes der Fliesen am Beckenkopf (der obere Bereich am Beckenrand) einige Wochen vor dem eigentlichen Saisonende geschlossen werden. „Die Ursachen für die Fliesenschäden sind auf Arbeiten bei der Sanierung des Bades im Jahr 2006 zurückzuführen“, so Höper. Dabei unterlief dem Hersteller offenbar ein Fehler. Der Beton habe eine sehr schlechte Qualität, sei spröde und breche. Seit dieser Zeit werde über Mängelbeseitigung auf dem Klageweg gestritten. „Die Fliesenschäden können jetzt im Rahmen des Gutachtens, wie es dem Gericht vorlag, beseitigt werden“, so der Verwaltungschef. „Die Firma hat dazu die Fliesen an den Beckenköpfen beseitigt und soll sie zu Beginn des neuen Jahres - je nach Witterung - wieder neu verfliesen.“ Wenn die Bauarbeiten rechtzeitig starten, sollen die Beckenköpfe zur Saisoneröffnung wieder hergestellt sein.
Zudem sieht die Gemeinde den kommenden Monat entgegen. Wie berichtet, ging bei der Sanierung 2006 noch einiges andere schief. Mit der Konsequenz, dass beispielsweise alle Becken 15 Zentimeter zu tief sind. Auch hier hat die Gemeinde Jesteburg Klage eingereicht. Die abschließende Verhandlung dazu wurde immer wieder verschoben. Neuer Termin: März 2018. Im Raum steht ein Schaden in Höhe von 600.000 Euro.
Derweil sind die Mitglieder des Fördervereins „Unser Freibad“ auch nicht untätig. In der vergangenen Woche wurden die von Sturmtief „Xavier“ gekippten Pappeln entfernt.