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Der Vorhang hebt sich endlich

So schnell vergeht die Zeit: Im August testeten Bernd Beiersdorf (li.) und Sven Simonsen noch den Fahrstuhl als er gerade eingebaut wurde. Am 17. Februar wird das Museum eröffnet

Filmmuseum Bendestorf wird am 17. Februar feierlich eröffnet / Grußworte von Rainer Rempe.

mum. Bendestorf. „Endlich ist es dort, wo es hingehört“, sagen die Mitglieder des Vereins „Filmfreunde Bendestorf“. Das Filmmuseum wird am Freitag, 17. Februar, um 18 Uhr auf dem Gelände des ehemaligen Filmstudios in Bendestorf eröffnet. Und das Programm kann sich sehen lassen: Außer Grußworten - unter anderem von Landrat Rainer Rempe - steht das Bendestorfer Filmemachen im Mittelpunkt des Abends. Es wird ein Bogen von den Anfängen bis zur aktuellen Filmproduktion gespannt. Der Hamburger Filmemacher Dennis Albrecht stellt eine Auswahl aus seinem Filmstadt-Hamburg-Projekt vor, das 2014 in Bendestorf gedreht wurde.
Außerdem freuen sich die Museums-Macher auf „Stars von damals“. Friedl Rostock - ein Filmsternchen der Nachkriegszeit und letzte Lebensgefährtin von Rolf Meyer - steht ebenso auf der Gästeliste wie Paul von Schell (Witwer von Hildegard Knef). Er wird seine Erinnerungen mit den Gästen teilen. Und damit nicht genug: Corinna Lenz zeigt Mode der 1950er Jahre und „Rosenberg and friends“ spielen Swing und Filmmusik.
Wie bereits mehrfach berichtet, befindet sich das Museum in dem Komplex auf dem Studio-Areal, wo auch das ehemalige Produzentenkino untergebracht war. Die Museums-Macher setzen verstärkt auf „bewegte Bilder“ bei der Präsentation. An vier Stationen gibt es Filmszenen zu sehen. Neu gestaltete Displays präsentieren Exponate aus dem „alten“ Filmmuseum Bendestorf in neuen Zusammenhängen. Technische Geräte der professionellen Filmproduktion, wie Kameras und Schneidetische, werden im ehemaligen Tonstudio zum Leben erweckt. Zudem wird historische Projektionstechnik demonstriert.
Besonders sehenswert ist ein Hologramm von Hildegard Knef. Eine kurze Szene aus dem legendären Bendestorf-Streifen „Die Sünderin“ zeigt sie dreidimensional. Neu ist außerdem eine Projektion, die in einer Endlosschleife Filmzitate aus Bendestorf-Produktionen abspielt. Das Herzstück der neuen musealen Stätte soll das ehemalige Produzentenkino werden. Dort ist eine mehrstufige Tribüne eingebaut worden. Diese garantiert den Besuchern beste Sicht. Das ist wichtig, denn schon bald sollen „sich Filme, die sich ästhetisch und ideologisch vom kommerziellen Kino-Programmen unterscheiden“, gezeigt werden. Bis zu 90 Personen finden dort Platz.
Der Verein (nur knapp 70 Mitglieder) hat 150.000 Euro für den Kauf des Gebäudes aufgebracht. Gut 250.000 Euro sind zudem bereits in den Umbau geflossen. 242.000 Euro stammen aus EU-Fördermitteln. Weitere 30.000 Euro spendeten Privat-Personen für einen Fahrstuhl. In Bendestorf beginnt nach und nach ein neuer cineastischer Leuchtturm zu strahlen.
Der Verein ist sich sicher: Der „Kulturraum Studio Bendestorf“ ist auf dem besten Weg, über die museale Präsentation hinaus, der interessierten Öffentlichkeit ein vielfältiges mediales Angebot zu liefern. Eine erste Filmreihe zum Thema „Filmmusik“ sei in Vorbereitung. Das Untergeschoss werde weiter ausgebaut. „Es bietet auf 180 Quadratmetern Raum für Wechselausstellungen.“
Da die Parkplätze auf dem Filmgelände begrenzt sind, werden Besucher gebeten, die Plätze am Freibad zu nutzen.