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Die Stimmen sind verstummt

Mitglieder des Jesteburger Chores Seevetal beschließen Vereinsauflösung

mum. Jesteburg. Das sind keine guten Nachrichten! Die Mitglieder des Jesteburger Chores Seevetal haben während ihrer Jahreshauptversammlung die Auflösung des Vereins beschlossen. "Dieser Schritt war unumgänglich, da sich für die anstehenden Vorstands-Neuwahlen nicht genügend Kandidaten fanden", sagt Sprecherin Ingeborg Wedemann. Das bedeutete das Aus des traditionsreichen Vereines, der immerhin 1906 gegründet wurde.
"Doch diese Entwicklung hatte sich bereits seit längerer Zeit abgezeichnet", sagt Wedemann. "Aus Altersgründen schieden immer mehr Mitglieder aus. Uns gelang es jedoch nicht, entsprechend neue Sänger für uns zu begeistern." Laut Wedemann sei dafür ein völlig verändertes Freizeitangebot und -verhalten verantwortlich. Zudem kritisiert sie eine besonders überbordende gesetzliche Administration, die allen Vereinen schwer zu schaffen mache. "Die Zahl von aktiven Mitgliedern verringerte sich fast bis an die Grenze dessen, was ein mehrstimmiger Chor vertragen kann", so Wedemann. Und dennoch gelang es den Sängern, stets klanglich zu überzeugen. Sehr beliebt waren die Auftritte des Ensembles zur Weihnachtszeit - unter anderem in der Seniorenresidenz Bendestorf und im "Heimathaus".
"Wir bedauern sehr, dass unsere kleinen Sommer- und Weihnachtskonzerte in den Jesteburger und umliegenden Seniorenwohnsitzen, unsere Auftritte in der Waldklinik sowie unsere öffentlichen Veranstaltungen damit nun ein Ende haben", so die Sprecherin. Aber auch dieser Chor habe sich den veränderten Gegebenheiten stellen und erkennen müssen, dass alle Bemühungen nicht ausreichend fruchteten. "Damit ist der schmerzliche Weg des Abschieds unausweichlich." Ein Weg, den auch andere Chöre in der Region leider schon gehen mussten.
Die Mitglieder des Jesteburger Chores Seevetal werden nicht mehr gemeinsam auftreten. Unter anderem fehlte der Nachwuchs. Wie steht es um die vielen anderen Chöre im Landkreis. Das WOCHENBLATT möchte wissen, welche Ensembles Nachwuchssorgen haben. Schreiben Sie uns auch, wie Sie ihren Chor gerettet haben. Und - für mögliche Interessenten - wann und Sie sich treffen. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht per E-Mail an red-buch@kreiszeitung.net