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Echte Patienten statt Fallbeispiele

Am Ende des Info-Tages in der Waldklinik Jesteburg verabschiedeten Dr. Hans-Heinrich Aldag (3. v. re.) und Anja Misch (li.) die Schüler aus Buxtehude (Foto: Waldklinik Jesteburg)

Abiturklassen des Beruflichen Gymnasiums Buxtehude besuchen die Waldklinik Jesteburg.

mum. Jesteburg/Buxtehude. Für die Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales der Berufsbildenden Schulen Buxtehude (BBS) haben die Abiturprüfungen begommem. Einer der Schwerpunkte ist die Pflege und Therapie neurologischer Erkrankungen. Hierzu haben sich die Gymnasiasten intensiv mit den Krankheitsbildern des Schlaganfalls, den Folgen, Pflege- und Therapiemöglichkeiten sowie insbesondere mit der neurologischen Rehabilitation beschäftigt. Anlässlich eines Informationstages in der Waldklinik Jesteburg hatten die Abiturienten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse zu vertiefen.
"Das in der Schule erlernte theoretische Wissen in der Praxis umgesetzt zu erleben, ist sehr wichtig für die Schüler, um insbesondere vor dem Hintergrund des Mangels an Fachkräften im pflegerischen und therapeutischen Bereich einen Einblick in die beruflichen Möglichkeiten der verschiedenen Fachgebiete zu erlangen", sagt Klassenlehrerin Ute Fricke-Band, die bereits zum zweiten Mal mit einer Abiturklasse an einem Informationstag in der Waldklinik teilgenommen hat.
Wesentlicher Bestandteil des rehabilitativen Behandlungskonzeptes neurologischer Erkrankungen der Waldklinik ist der pflegerisch-therapeutische Ansatz im Zuge eines speziellen Phasenmodells, in dem intensiv und individuell auf den jeweiligen Behandlungsbedarf der Patienten eingegangen wird, um im Rahmen der Rehabilitationsmaßnahme größtmögliche Genesung zu erreichen.
Nachdem Waldklinik-Chef Dr. Hans-Heinrich Aldag die Schüler begrüßt hatte, wurde ihnen das therapeutische Konzept der Klinik von Therapie-Leiterin Petra Böker und dem Ärztlichen Direktor und Chefarzt der Neurologie, Dr. Hans-Peter Neunzig, vorgestellt. Im Anschluss daran hospitierten die Schüler in unterschiedlichen Pflege- und Therapiebereichen des Hauses. Dort war es ihnen möglich, die unterschiedlichen Facetten neurologischer Krankheitsbilder kennenzulernen und die praktischen Abläufe der pflegerischen und therapeutischen Rehabilitation im Detail zu beobachten. "Es war sehr interessant, weil man sich nicht mehr nur auf theoretische Fallbeispiele beschränken musste, sondern tatsächliche Einblicke erhalten hat", so Ute Fricke-Band.
Auch seitens der Waldklinik ist man von der Herangehensweise der Schule, theoretisches Wissen mit der Praxis abzugleichen, beeindruckt. "Wir öffnen unsere Türen gerade dem beruflichen und wissenschaftlichen Nachwuchs immer sehr gern und zeigen unsere konkrete Herangehensweise an die Anforderungen der Rehabilitation", so Aldag. "Immerhin wird die Gewinnung gut ausgebildeter und engagierter Mitarbeiter im Zuge der Demografie auch für Fachkliniken immer mehr zum strategischen Engpassfaktor."