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Edle Stämme rollen in die Heide

Förster Friedrich Rosanowski hat den Wertholzplatz vermessen und in einer Übersicht dargestellt. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

Niedersächsische Landesforsten bereiten große Nadelwertholzsubmission auf dem Lagerplatz des Forstamtes Oerrel vor.

(mum). Wie bereits in den vergangenen Jahren organisieren die Niedersächsischen Landesforsten die Norddeutsche Nadelwertholz-Submission Oerrel. Die Submission ist ein schriftliches Bieterverfahren. Auf dem Wertholzlagerplatz des Forstamtes mit der Größe von vier Fußballfeldern laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Für Förster Friedrich Rosanowski gibt es alle Hände voll zu tun, um für die Versteigerung am 7. Februar vorbereitet zu sein. "Täglich rollten hier neue Holzlastzüge heran. Unsere hölzernen Sahnestücke müssen von allen Seiten betrachtet werden können", weiß der Forstmann aus langjähriger Erfahrung. Die Kiefern-, Douglasien- und Lärchenstämme stammen aus den Wäldern verschiedener Waldbesitzarten in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig Holstein.
Zuvor hatte er den Platzbedarf für jeden Anbieter genau vermessen und in einer Übersicht dargestellt. "So finden die erfahrenen Fuhrleute für jedes Stück Wertholz den richtigen Platz", sagt Rosanowski. Der Lagerplatzförster achtet darauf, jeden der insgesamt 1.048 Stämme ins rechte Licht zu rücken. Er kontrolliert die Verkaufslose auf Vollzähligkeit sowie saubere Schnittflächen und legt die Nummernfolge für den Versteigerungskatalog fest. Dieses so genannte "Losverzeichnis" wird in der Zentrale der Landesforsten in Braunschweig erstellt.
"Das vielfältige Angebot, die besondere Art der Präsentation und die sehr gute Qualität der Hölzer locken seit mehr als 20 Jahren Käufer aus ganz Deutschland in die Heide", sagt Forstamtsleiter Rainer Soyka vom Forstamt Oerrel. Die Bieter begutachten Schnittflächen und Rindenstruktur um zu entscheiden, ob daraus edle Furniere, massive Fensterrahmen oder dauerhafte Holzfußböden entstehen werden. In Skandinavien ist insbesondere hochwertiges Douglasienholz begehrt, um daraus groß dimensionierte Schlossdielen für traditionelle, aber auch moderne Architektur herzustellen.
Die Wertholzversteigerungen gelten als wichtige Barometer am deutschen Holzmarkt. "In diesem Jahr gibt es auch etwas Ungewöhnliches zu bestaunen", sagt Lagerplatzbetreuer Rosanowski. 1972er Sturmholz aus dem Celler Land - 44 Jahre im Wasser gelagert.