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Ein Beirat soll es richten

Wollen den VfL Jesteburg auch weiterhin gemeinsam führen: VfL-Vorsitzender Konstantin Muffert (li.), sein Stellvertreter Mirco Steinberg und Kassenwartin Maja Waburg

Vorstands-Trio des VfL Jesteburg stellt am Dienstag neues Konzept vor.



mum. Jesteburg.
Das sind gute Nachrichten für alle Mitglieder des VfL Jesteburg! Offensichtlich stellt sich das Vorstands-Trio mit Konstantin Muffert, seinem Vize Mirco Steinberg und Kassenwartin Maja Waburg doch noch einmal zur Wahl. Wie berichtet, hatten die Freunde im Herbst vorigen Jahres angekündigt, ihre Vorstandsjobs an den Nagel hängen zu wollen. "Die Gründe sind vielfältig", hatte Muffert im Herbst erklärt. "In erster Linie liegt es daran, dass Maja Waburg, Mirco Steinberg und ich nicht über die Zeit verfügen, die mittlerweile erforderlich ist, um dem Verein gerecht zu werden. Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass ein Verein dieser Größe eine professionelle Struktur benötigt, um den Mitgliedern nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft ein attraktives Angebot bieten zu können." Das Trio hatte vieles versucht, um eine Lösung zu finden. Unter anderem organisierten sie einen Workshop unter professioneller Anleitung. "Das Interesse und die Beteiligung waren sehr gut", sagt Steinberg. Fast 70 Mitglieder hätten sich eingebracht.
Und tatsächlich gibt es auch zählbare Erfolge. Der Jesteburger Michael Ortmüller wurde auf die Schwierigkeiten innerhalb des VfL aufmerksam und sagte seine Unterstützung zu. Im Zuge vieler Treffen entstand mit dem ehemaligen Geschäftsführer mehrere Firmen die Idee, einen Beirat einzurichten. Künftig sollen vier weitere Personen mit unterschiedlichen Aufgabengebieten dem Vorstand zur Seite stehen - und selbstverständlich bei seinen anspruchsvollen Aufgaben unterstützen. "Ohne die große Unterstützung von Michael Ortmüller würden wir uns nicht wieder zur Wahl stellen", sagt Steinberg. Zudem unterstützte Ortmüller den Vorstand schon jetzt bei seiner Arbeit.
Offiziell vorgestellt wird das Konzept während der Jahreshauptversammlung am Dienstag, 13. März, um 20 Uhr im Jesteburger Hof (Kleckerwaldweg 1). Zuvor wurden bereits die Abteilungsleiter informiert. "Wir hoffen, dass am Dienstag möglichst viele Mitglieder dabei sein werden", sagt Steinberg, der im Dorf das Unternehmen "TeaM Sports Jesteburg" betreibt. "Ich bin davon überzeugt, dass uns das Konzept nach vorn bringen wird." Während der Versammlung stellen sich auch die Kandidaten für den neuen Beirat vor. Steinberg hofft, dass die Mitglieder den Vorschlag des Vorstands unterstützen. "Unser Ziel ist es, dass der schwere Rucksack der Vorstandsarbeit künftig von vielen getragen wird."
Steinberg könnte auch damit leben, wenn es kein positives Votum für das neue Modell gibt. Für ihn zähle nur der VfL. Ein Blick in Steinbergs Vita macht deutlich, dass er dies ehrlich meint. Der Vize-Vorsitzende trat dem VfL 1978 bei. Bereits im Alter von 20 Jahren übernahm er als Fußball-Jugendobmann Verantwortung. Inzwischen ist er seit 25 Jahren im Vorstand tätig. "Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam den VfL so liebenswert erhalten wie er jetzt ist", so der Jesteburger. "Und ihn dabei fit für die Zukunft machen." Das müsse aber nicht zwangsläufig mit ihm, Muffert und Waburg geschehen. "Sollten sich andere Kandidaten zur Wahl stellen, verzichten wir auf eine Kandidatur", so Steinberg. Auf jeden Fall müssen am Dienstag zwei Schatzmeister gefunden werden. Waburg wird das Amt definitiv nur noch bis Ende des Jahres ausüben.

Auf ein Wort

Der Vorstand verdient Unterstützung

Hut ab vor dieser Entscheidung! Für Konstantin Muffert, Mirco Steinberg und Maja Waburg ist der VfL Jesteburg eine Herzensangelegenheit. Dennoch mussten sie einsehen, dass ein Verein mit 1.300 Mitgliedern nicht "mal ebenso" zu führen ist.
Doch obwohl das Trio mit dem Gedanken gespielt hat, die Flinte ins Korn zu werfen, wagen die Jesteburger einen Neustart. Die Idee, die Arbeit künftig auf einen Beirat zu verteilen, ist genau richtig.
Jeder, der in einem Verein bereits Verantwortung übernommen hat, kann bestätigen, dass dies neben einem "echten" Beruf schwer zu vereinbaren ist. Ein immer komplizierter werdendes Vereinsrecht trägt seinen Teil dazu bei, dass Ehrenamtliche den Spaß an ihrem Hobby verlieren. Auch Mitglieder, die Vereine als Dienstleistungsunternehmen betrachten, sorgen für Frust.
Ich hoffe, die Mitglieder des VfL sind mutig genug, dem Trio für ihr Konzept eine Chance zu geben. Was kann es besseres geben, als vier zusätzliche Jesteburger, die sich für ihren VfL engagieren?
Sascha Mummenhoff

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