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Ein großer Schritt

Für diese Teenager der "Fountain Gate"-Schule würde ein Besuch des neuen Gymnasiums in Frage kommen. Doch noch fehlen ein paar Spenden (Foto: Huber)
 
Engagiert sich vielen Jahren in Sambia: Werner Huber

Bingo-Stiftung stellt Sambia-Förderverein des Jesteburgers Werner Huber 25.000 Euro zur Verfügung.

mum. Jesteburg. Große Freude herrschte jetzt bei Werner Huber. Der ehemalige Jesteburger Arzt und Vorsitzender des Sambia-Fördervereins, hat in der vergangenen Woche eine sehr gute Nachricht erhalten, über die alle Mitarbeiter und die Partner in Sambia glücklich sind. Es geht dabei um das Kinderdorf "Fountain Gate", eines der Herzstücke der Vereinsarbeit. In der Einrichtung für 120 Aids-Waisen gibt es eine Schule, die auch von etwa gleich vielen externen Schülern ("Nichtwaisen") besucht wird. "Das hat sich hinsichtlich der Integration der Heimkinder sehr bewährt", so Huber. Bislang hatte die Schule jedoch einen großen Nachteil: Es gibt nur eine Grund- und Realschule. "Dabei hat es sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass viele der Kinder sehr begabt sind", sagt Huber. Deshalb versucht der Verein seit Jahren, die staatliche Zulassung für einen gymnasialen Zweig zu erwirken. Leider scheiterte dies bisher an einer Auflage der Schulbehörde. Als Voraussetzung für die Anerkennung des Gymnasiums muss ein 50.000 Euro teures Labor für Physik, Chemie und Biologie gebaut werden. Das war für den Sambia-Förderverein eine unüberwindliche Hürde. Bis jetzt.
Auf Antrag des Vereins hat die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung nun einen Zuschuss für die Hälfte der entstehenden Kosten zugesagt. Der Rest muss durch Spenden zusammen kommen. Die sambische Schulbehörde hat bereits die Zulassung für die höheren Schulklassen bis zur Hochschulreife ab Januar kommenden Jahres in Aussicht gestellt, wenn bis dahin das Labor fertiggestellt ist. Werner Huber ist sich sicher, dass dies zu schaffen ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Mit den Bauarbeiten könnte dann zeitnah begonnen werden. Aus diesem Grund bittet der Sambia-Förderverein um Spenden mit dem Kennwort "Gymnasium für Fountain Gate". Die IBAN-Nummer lautet DE06 20750000 000 1011303.
Das WOCHENBLATT berichtet seit Jahren regelmäßig über das beeindruckende Engagement Hubers. Zuletzt führte dies zu einer großzügigen Spende in Höhe von 2.000 Euro von Dr. Bernd Klemeyer (Tespe). "Meine Frau und ich verbrachten 2012 einen Urlaub in Sambia", erinnert sich Klemeyer. "Wir waren stark beeindruckt von der Schönheit der Landschaft, von unglaublicher Armut bei gleichzeitiger Fröhlichkeit und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung." Dann las Klemeyer im WOCHENBLATT einen Bericht über das Engagement des Fördervereins in Sambia und nahm Kontakt zu Huber auf. Zudem besuchte das Ehepaar die Jahresversammlung. "Uns war es wichtig, dass die Spende wirklich voll und ganz bei den Menschen ankommt. Dieses Vertrauen haben wir in die Organisation von Werner Huber." Inzwischen hat das Ehepaar auch die Patenschaft von zwei Waisen übernommen.


Patenschaften für 60 Euro

(mum). Werner Huber gründete 1993 den Sambia-Förderverein. Eines der wichtigsten Projekte ist die Unterstützung des 2009 eröffneten Kinderdorfs für AIDS-Waisen "Fountain Gate". Dort wohnen inzwischen 120 Waisen- und 40 Internatskinder aus "normalen" Familien. Letzte haben einen zu weiten oder gefährlichen Schulweg. Die Schule wird von 200 Kindern besucht. Eine volle Patenschaft kostet 60 Euro im Monat, eine halbe 30 Euro. Auf dem Gelände befinden sich zwei Häuser für Lehrer-Familien. "Die Mischung aus den drei Gruppen sorgt für eine optimale Integration der Waisen",, so Huber. Eine Photovoltaikanlage wurde installiert und liefert Strom.
Wie wichtig die Unterstützung aus Deutschland ist, wird auch daran deutlich, dass es in Sambia keinerlei Sozialhilfe für Waisenkinder gibt - und damit auch keine anderen Unterstützer für das Kinderdorf.
• www.sambia-foerderverein.de.