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Ein Mann mit Idealen

Dennis Tschense verlässt die Jesteburger Feuerwehr. Am 2. Mai tritt er eine neue Stelle bei Airbus Defence and Space in Süddeutschland an
 
Der Auftakt einer beeindruckenden Aktion: Feuerwehr-Sprecher Dennis Tschense (li.) und Fördervereinsmitglied Hauke Gilbert mit einem der Anzeigenmotive

Jesteburgs Feuerwehr-Sprecher Dennis Tschense wechselt zu Airbus Defence and Space an den Bodensee.

mum. Jesteburg. "Meine Kameraden werde ich vermissen", sagt Dennis Tschense (32). Am Donnerstag hat sich der Pressesprecher der Jesteburger Feuerwehr auf den Weg in seine neue Heimat gemacht. "Die Kameradschaft hier ist etwas ganz Besonderes. Jeder kann sich immer auf den anderen verlassen." Tschense, der zuletzt sechs Jahre für Airbus in Stade tätig war, wechselt zu Airbus Defence and Space nach Immenstaad am Bodensee. Dort übernimmt er die Qualitätskontrolle im Bereich Satellitenbau. In Stade war Tschense Projektleiter für die Überprüfung von Seitenleitwerken bei neuen Flugzeugtypen. Unter anderem überwachte er die Produktion des A320, des A330neo sowie des Airbus-eigenen Transportflugzeugs BelugaXL. "Die neue Aufgabe ist einfach zu reizvoll", so der 32-Jährige. "Ich konnte einfach nicht ablehen.
Die Jesteburger verlieren mit Tschense einen hochengagierten Kollegen. Der Hobbyfotograf setzte mit seinen Aufnahmen von Übungen und Einsätzen neue Maßstäbe. Die Bilder dokumentierten eindrucksvoll, wie komplex die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr ist. Seine Idee war es, dieses Engagement im Zuge einer vielbeachteten Anzeigenserie vorzustellen, die das WOCHENBLATT exklusiv präsentierte. Gezeigt wurden sieben unterschiedliche Mitglieder der Jesteburger Feuerwehr. Sie stammten aus der Einsatzabteilung, aber auch die Jugend war vertreten. Ebenso waren Mitglieder des Freundeskreises darunter. Die Anzeigen wurden jeweils auf der Jesteburg-Seite veröffentlicht. Unter anderem erklären die Fotografierten, warum sie sich in der Feuerwehr engagieren oder sie unterstützen.
"Wir wollten mit dieser Aktion zeigen, wie vielschichtig unsere ehrenamtliche Arbeit ist", so Tschense. Er selbst kam als Quereinsteiger zu den "Blauröcken". "Am Ende meines Studiums hatte ich das Bedürfnis, etwas der Allgemeinheit zurückzugeben", erinnert sich der 32-Jährige. Er bat Wehrführer Joachim Röhrs um ein Gespräch und informierte sich. "Eigentlich stammen alle Kameraden aus der eigenen Jugend", so Tschense, der sich nicht sicher war, ob er noch genommen werden würde. Doch das stand für Röhrs gar nicht zur Diskussion. "Für mich ist die Feuerwehr perfekt. Ich werde körperlich und geistig gefordert. Außerdem ist die Kameradschaft großartig."
Tschense hat das große Glück, dass sein Arbeitgeber sein Ehrenamt unterstützt. "Da kommen in der Woche bis zu 15 Stunden zusammen", so der Jesteburger. Seit seinem Eintritt bei der Feuerwehr sind für Tschense mehr als 230 Einsätze registriert. Mindestens 150 Einsätze kommen für die Airbus-Werkfeuerwehr hinzu. Der Brandschutz auf dem riesigen Areal in Stade teilen sich hauptberufliche und ehrenamtliche Kräfte.
Für Tschense steht außer Frage, dass er sich auch in der neuen Heimat in der Feuerwehr engagieren möchte. "Ich finde es sehr wichtig, dass man sich engagiert - jeder auf seine ganz individuelle Art." Wenn neben Beruf und Feuerwehr noch Zeit bleibt, hofft Tschense, dass er seinen weiteren Hobbys nachgehen kann. Unter anderem joggt der 32-Jährige bis zu 60 Kilometer in der Woche. Außerdem ist er begeisterter Sporttaucher und Fotograf. "Und natürlich werde ich hin und wieder noch in Jesteburg vorbeischauen", so Tschense.