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Ein Meilenstein für Jesteburg

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf das neue Gerätehaus (Foto: Dennis Tschense)
 
Bei der feierlichen Grundsteinlegung (v. li.): Hans-Heinrich Höper, Michael Matthies und Jo Röhrs

3,85 Millionen Euro investiert die Samtgemeinde Jesteburg in das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Das ist die größte Investition seit Bestehen der Samtgemeinde. Außer sieben Stellplätzen wird u.a. eine Waschhalle gebaut. „Hier entsteht nicht nur das neue Zuhause der Jesteburger Wehr, sondern auch das der Kameraden aus Bendestorf, Harmstorf und Lüllau“, sagte Gemeindebrandmeister Michael Matthies während der Grundsteinlegung.

mum. Jesteburg. „Drei Wünsche habe ich heute“, sagte Jesteburgs Ortsbrandmeister Jo Röhrs anlässlich des kombinierten Richtfests und der Grundsteinlegung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Jesteburg am Freitag. „Ich hoffe, dass der heilige Florian, der Schutzpatron der Feuerwehr, das Haus beschützt und die Flammen fern hält. Ich wünsche mir, dass die Kameraden immer unverletzt von ihren Einsätzen zurückkehren und ich möchte, dass hier immer ein kameradschaftlicher Geist herrscht.“ Röhrs sah man Freude, Stolz aber auch Dankbarkeit an. Das Geräte-
haus ist ein echter Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr und zugleich mit 3,85 Millionen Euro das teuerste Projekt seit der Gründung der Samtgemeinde im Jahr 1972.
Mit sieben Fahrzeugstellplätzen und einer Waschhalle sowie diversen Schulungs-, Lager- und Geräteräumen bietet das künftige Zuhause der Feuerwehr ausreichend Platz. „Viele der Räumlichkeiten sind so konzipiert, dass sie von allen Feuerwehren der Samtgemeinde gemeinsam genutzt werden können“, so Gemeindebrandmeister Michael Matthies. „Zum ersten Mal können die Einsatzabteilungen der Wehren aus Harmstorf, Bendestorf, Lüllau und Jesteburg gemeinsam an Schulungen teilnehmen.“ Er betonte, dass die Wache zwar in Jesteburg stehe, aber von allen Kameraden genutzt werden könne. Die Feuerwehr sei von Anfang an mit in die Planung des Neubaus eingebunden gewesen, so dass ein zweckmäßiger Neubau entstehe, der den Anforderungen der Feuerwehr gerecht werde. Matthies sprach von vielen intensiven Diskussionen, die jedoch immer sachlich waren.
Tatsächlich stand das Projekt in seiner jetzigen Form mindestens zweimal vor dem Aus. Im Juni 2014 berichtete das WOCHENBLATT exklusiv darüber, dass die Politik den Neubau aufgrund der Finanzlage deutlich zusammenstreichen wollte. Unmittelbar vor der Sitzung fanden fraktionsinterne Beratungen statt. Das Ergebnis: Grünes Licht für den Neubau. Ein Jahr später folgte der nächste Dämpfer. Ursprünglich sollte die neue Feuerwache am Ortsausgang Richtung Asendorf 3,38 Millionen Euro kosten. Zumindest hatte der Samtgemeinderat für diese Summe im Sommer 2014 einen Investitionsbeschluss gefasst. Doch unter anderem aufgrund der Bodenverhältnisse musste nachgebessert werden.
Doch das ist Schnee von gestern. „Wir feiern Grundsteinlegung und Richtfest zusammen. Das spart Wurst und Bier“, versuchte sich Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Heinrich Höper mit einem Scherz über die Mega-Investition.
Ein besonderer Dank gehe laut Matthies an den Freundeskreis der Feuerwehr Jesteburg, der den Bau unterstützt habe sowie an die Kameraden selbst, die in ihrer Freizeit auf unterschiedliche Weise ihren Teil zum Bau beitragen.
Ohne Zweifel musste ein Neubau her: Die rund 82 Feuerwehrangehörigen sowie 24 Jugendlichen fanden kaum ausreichend Platz im alten Gerätehaus. Außerdem waren die fünf Fahrzeuge auf drei unterschiedliche Standorte verteilt. „Durch den Neubau wird sogar die Gründung einer Kinderfeuerwehr im kommenden Jahr möglich“, kündigte Röhrs an. Sie richte sich an Jungen und Mädchen ab sechs Jahre.
Die gemeinsame Grundsteinlegung übernahmen Höper, Matthies und Röhrs. In dem symbolischen „Grundstein“ befindet sich unter anderem eine aktuelle Liste mit den Namen der Mitglieder der Jesteburger Feuerwehr.

Zahlen und Fakten

• Grundstücksgröße: 14.200 Quadratmeter
• Bebaute Fläche: 1.353 Quadratmeter
• Parkplätze: 48 Stellplätze
• Feuerwehrstellplätze: 7 plus eine Waschhalle
• Garagenfläche: 581 Quadratmeter
• Aufenthaltsräume: 1.544 Quadratmeter (verteilt auf zwei Ebenen)
• Die Fertigstellung des neuen Gerätehauses ist für Mai 2017 geplant.