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Ein Pladoyer für die Vielfalt

Landrat Rainer Rempe (3. v. re.) eröffnete gemeinsam mit Sozialministerin Cornelia Rundt (4. v. re.) sowie Lebenshilfe-Vertretern den Aktionstag in Winsen
 
Moderierten gemeinsam die Veranstaltung: Volker Nau (li.) und ThorstenSeiffert

Premiere in Winsen! Erstmals fand am Samstag der landesweite Aktionstag der Lebenshilfe in der Kreisstadt statt. An zahlreichen Informationsständen präsentierten soziale Organisationen ein vielfältiges Mitmachprogramm für Groß und Klein. Das Motto, unter dem die Lebenshilfe eingeladen hatte, lautete „Vielfalt feiern!“ Ziel war es, Berührungsängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung abzubauen. Gemeinsam mit dem Aktionstag feierte die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg ihr 50-jähriges Bestehen. Deutlich wurde: In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich eine Menge getan.



mum. Winsen. „Es sind nicht die Menschen mit Behinderung, denen es schwer fällt, auf Menschen zuzugehen. Es sind die Menschen ohne Behinderung, die Berührungsängste haben“, sagte Ellen Kühn, die Vorsitzende des Vereins Lebenshilfe Landkreis Harburg am Samstagvormittag. Mitten in der Winsener Innenstadt eröffnete sie den landesweiten Aktionstag der Lebenshilfe. Alle zwei Jahre richtet der Landesverband der Lebenshilfe Niedersachsen dieses Event in Niedersachsen aus. Nach Celle und Soltau zum ersten Mal in Winsen.Unter dem Motto „Vielfalt feiern“ fand der Aktionstag in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gemeinnützige GmbH statt, die an dem Tag auch das 50-jährige Bestehen des Lebenshilfe-Vereins im Landkreis Harburg feierte. Ellen Kühn griff das Motto in ihrer Begrüßung auf. „Wir wollen die Vielfalt zeigen, um Berührungsängste und Vorurteile abzubauen.“
Ellen Kühn erinnerte an die Anfänge der Lebenshilfe. „Vor 50 Jahren gab es weder Kindergärten noch Schulen oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Auch an Wohngruppen war nicht zu denken.“ Dann seien es Eltern gewesen, die die Initiative ergriffen hätten und als erstes Kindergärten eröffneten. „Und auch heute noch sind es die Eltern, die die Richtung bei der Lebenshilfe vorgeben“, so Kühn weiter.
Unter der Schirmherrschaft von Cornelia Rundt (SPD), der niedersächsischen Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, wurde der Aktionstag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Marien-Kirche eröffnet. Anschließend erwartete die Besucher ein umfangreiches Programm, das von etwa 200 Künstlern auf drei Bühnen gestaltet wurde. Rockbands, Tanzgruppen und Chöre begeisterten die Besucher. Zahlreiche regionale soziale Organisationen stellten zudem ihre Leistungen vor und boten ein vielfältiges Mitmachprogramm für Groß und Klein an.
Cornelia Rundt betonte, dass sich in der jüngeren Vergangenheit viel im Sinne von Menschen mit Behinderung getan habe. Unter anderem sei von ihrem Ministerium ein Aktionsplan mit mehr als 200 Projekten veranlasst worden. „80 Projekte davon sind inzwischen mit Erfolg umgesetzt worden“, so die Ministerin. „Ich bin davon überzeugt, dass Inklusion unsere Gesellschaft weiter verändern wird.“
„Positive Begegnungen mit Menschen mit und ohne Behinderung ist das Ziel unserer Veranstaltung“, so Peter Hambrinker, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Ermöglicht wurde der Aktionstag dank der Unterstützung der Aktion Mensch und der Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude. Im Zuge des Kultursommers „Glücksmomente“ zählte die Veranstaltung zu den Preisträgern des Kultursommerpreises 2017.