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Ein Signal der Wertschätzung - Fußballverband ehrt verdiente Schiedsrichter

Nach der Ehrung ging es für die Landkreis-Schiedsrichter ins Stadion des VfL Wolfsburg (v. li.): Otto Schmidt, Annika Hobst, Peter Ahlers und Marvin Schories (Foto: NFV)
(mum). „Eine Veranstaltung wie diese hat es im NFV bislang noch nie gegeben.“ Karl Rothmund, der Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), ließ jetzt im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen seiner Begeisterung freien Lauf. Erstmals standen ausschließlich Schiedsrichter im Vordergrund. Etwa 80 Unparteiische waren der Einladung des Verbands gefolgt. Geehrt wurden Vereine sowie einzelne Unparteiische, die sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten um das Schiedsrichterwesen besonders verdient gemacht haben.
Auch der Verband Kreis Harburg-Land war gut vertreten. Peter Ahlers (51, Young Boys Seevetal) und Marvin Schories (16, Buchholzer FC) wurden für die Vielzahl ihrer geleiteten Spiele geehrt. Für die Aktion „Danke Schiri“ wählte der Bezirk Lüneburg aus den Nominierten Otto Schmidt (71, SG Scharmbeck-Pattensen) in der Kategorie „Ü50“ und Annika Hobst (27, TuS Fleestedt) in der Kategorie „Schiedsrichterin“ aus.
Bundesliga-Schiedsrichter Michael Weiner (TSV Ottenstein) ließ es sich nicht nehmen, direkt von seinem Drittligaspiel aus Magdeburg nach Barsinghausen zu kommen. „Für mich ist es etwas Besonderes, solche erfahrenen Schiedrichter zu treffen“, sagt Marvin Schories.
Nach der Ehrung ging es für die Unparteiischen ins Stadion zur Bundesliga-Partie Wolfsburg gegen Köln. „Im Stadion begrüßte uns Pierre Littbarski“, erinnert sich Schories. Der Weltmeister (1990) und Leiter Scouting beim VfL Wolfsburg lobte das Engagement der Schiedsrichter. „Einmal musste ich ein Jugendspiel in Berlin pfeifen. Und das waren die schwierigsten 70 Minuten meines Fußballer-Lebens.“ Der ehemalige Profi weiter: „Es ist nicht einfach, als Schiedsrichter Selbstvertrauen zu gewinnen. Ein Stürmer hingegen, der den Ball fünfmal am leeren Tor vorbeischießt und dann endlich trifft, wird gefeiert.“ Bei den Unparteiischen sei das nicht so einfach. Er empfahl den Schiedsrichtern, mit den Spielern ins Gespräch zu kommen.
„Der NFV und insbesondere der Verbandsschiedsrichter-Ausschuss haben uns ein wunderschönes und unvergessliches Wochenende bereitet“, so Schories. „Ein tolles Signal der Wertschätzung an alle, die ein Ehrenamt bekleiden.“