Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Eine besondere Lesung

Pastorin Ellen Kasper

Reformation und Jubiläum: Jesteburger lesen in der St. Martins-Kirche.



mum. Jesteburg. Für die St. Martins-Kirche in Jesteburg ist es ein besonderes Jahr. Die Gemeinde zelebriert nicht nur Reformations-Jubiläum, sondern auch das 175-jährige Bestehen des Gotteshauses. Das soll gebührend gefeiert werden - und so verwandelt sich die „Wortkirche“ am Samstag, 28. Oktober, in eine festlich beleuchtete „Lesestube“. Gemeint ist die „Jesteburger Stafettenlesung“, die bereits seit 2007 dreimal viele Interessenten in die Kirche gelockt hat, um dort entweder selbst aus der eigenen Bibel vorzulesen oder zu hören, wenn etwa 50 mehr oder weniger bekannte Jesteburger im Altarraum den Worten der Heiligen Schrift ihre Stimme leihen. Im Anschluss an die Lesung folgt das „Abendläuten“ um 18 Uhr.
Pastorin Ellen Kasper ist es für die Lesung gelungen, spannende Persönlichkeiten zu verpflichten. Leise und laute Stimmen, Männer und Frauen, distanzierte und nahe Christen, Senioren, Kinder und Jugendliche lesen aus dem Römerbrief, dem theologischen Hauptwerk des Apostels Paulus, dem Martin Luther seine reformatorischen Erkenntnisse verdankt. „Die Vielfalt der Stimmen spiegelt die Fülle unseres Glaubens wieder und lässt die uralten Worte aus der Bibel in neuem Licht leuchten“, sagt Kasper. „Damit bringen wir in Aktion, was Martin Luthers großes Anliegen war: Nämlich durch die Übersetzung der Bibel ins Deutsche jedem den direkten Zugang zur Heiligen Schrift zu ermöglichen.“ Für Kasper sei dies der erste Schritt der Transformation des mittelalterlichen Menschen als Teil einer hierarchisch strukturierten Gesellschaft hin zum selbstbestimmten und freiheitsorientierten Menschen der Postmoderne gewesen.
„Seien Sie dabei, wenn der Brief des Paulus an die neugegründete Gemeinde in Rom in der kargen Schlichtheit unserer Kirche erklingt“, lädt die Pastorin ein. Denn dafür sei sie vor 175 Jahren gebaut worden: Dass nichts ablenkt vom „Wort allein“, keine Bilder, keine Schnörkel. „Eine Kirche, wo kein Apostel oder kein Heiliger auf die Gläubigen herabblickt.“

Rund um den Reformationstag gibt es einige interessante Veranstaltungen:
• Montag, 30. Oktober - Kirchenkino mit drei Filmen:
• 14.30 Uhr:  Der Mann der 1000 Wunder (Puppentrickfilm)
• 17.30 Uhr: Luther (Spielfilm) mit Joseph Fiennes und Peter Ustinov
• 20 Uhr: „König der letzten Tage“ (Fernsehfilm) mit Christoph Waltz und Mario Adorf
• Dienstag, 31. Oktober:
14 Uhr: Fernsehübertragung (ARD) live aus der Wittenberger Schlosskirche in die St. Martins-Kirche, „Mit-Feier“ des Gottesdienstes zum Reformationstag und des Festakts in Wittenberg mit zahlreichen Ehrengästen.
• Schon jetzt vormerken: Am Sonntag, 17. Dezember (3. Advent), findet um 10 Uhr der Festgottesdienst zum 175. Kirchweihjubiläum mit Einsetzung eines neuen Ambos als Geschenk an die Kirche statt. Im Anschluss ist ein gemeinsames Mittagessen und die Gemeindefeier geplant.
• www.kirchenkreis-hittfeld.de/jesteburg