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"Eine Offenbarung für mich": Keyboarder Jean-Jacques Kravetz aus Jesteburg gibt mit Udo Lindenberg vier Konzerte vor mehr als 200.000 Fans

Am Klavier: Jean-Jacques Kravetz vor einem Plakat der Band "Frumpy", mit der er vor gut 40 Jahren erste internationale Erfolge feierte
 
Die "Früchte" der jüngsten Aktion von Kravetz' Stiftung "Entrée": hochwertige, für ein Projekt in Südafrika gesammelte Musikintrumente und Elektronik (Foto: Alexandra Adrian)
ce. Jesteburg. Er ist einer der bekanntesten Keyboarder und Komponisten in der deutschen Rockszene und hat viele Auszeichnungen in seiner über 45-jährigen Bühnenkarriere erhalten. "Es ist eine Offenbarung für mich, dass ich dabei sein darf", schwärmt Vollblutmusiker Jean-Jacques Kravetz (66) aus dem Heidedorf Jesteburg vom Höhepunkt seiner Laufbahn, für die die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen: Im Juni wird er mit seinem Freund Udo Lindenberg und dessen Panikorchester vier bereits jetzt nahezu ausverkaufte Stadienkonzerte in Düsseldorf und Leipzig geben - vor insgesamt rund 200.000 Zuschauern!
"Diese Geschichte wird alles übertreffen, was Udo und ich bislang auf die Beine gestellt haben. Wir spielten schon Stadienkonzerte als ein Act unter vielen, aber noch nie allein vor so vielen Fans", blickt Kravetz zurück. Was genau auf der Bühne abgehen wird, steht noch nicht fest. "Aber die Show dürfte Rolling-Stones-Dimensionen annehmen", ist er überzeugt.
Lindenberg und "Jacko", wie Freunde Kravetz nennen, kennen sich seit 1968, als beide in der Folk- und Bluesband "City Preachers" mit der bekannten Sängerin Inga Rumpf spielten. Kravetz saß dort am Klavier, der heutige Panik-Rocker "Lindi" am Schlagzeug. 1969 gründeten Rumpf, Lindenberg und Kravetz die auch in Frankreich und Spanien erfolgreiche Band "Frumpy". Vier Jahre später stieß Kravetz zum Panikorchester. "Das Orchester ist eine große Familie, die mit viel Spaß Musik macht, alle Höhen und Tiefen des Geschäftes erlebt hat, aber auch das Leben genießt", sagt Kravetz.
Apropos Familie: Bei Lindenberg-Auftritten regelmäßig mit dabei sind auch Kravetz' Söhne Julien (32) und Pascal (43), der zudem Gitarrist in der Band von Rockstar Peter Maffay ist.
Bei Maffay war Jean-Jacques Kravetz selbst 36 Jahre lang Keyboarder und Komponist. "Ich pausiere dort erstmal, um meine eigenen Projekte voranzutreiben", sagt er. Eines der Hauptprojekte ist eine große Sammelaktion, die Kravetz mit seiner Stiftung "Entrée" gestartet hat. Die 2008 gegründete Initiative fördert Menschen mit musikalischer Begabung, denen die finanziellen Mittel fehlen. Aus dem Kreis Harburg engagieren sich in der Stiftung unter anderem das Autohaus Kuhn + Witte, das Unternehmen Grohpa-Veranstaltungstechnik und Fotograf Hauke Gilbert. Mit Unterstützung der Musikindustrie wurden jetzt Instrumente und Elektronik im Wert von rund 25.000 Euro gesammelt für das Projekt "MIAGI" ("Music Is A Great Investment") im südafrikanischen Soweto, zu dem zwei große Orchester und eine Musikschule gehören. Die Instrumente lagern derzeit in einer großen Halle bei Jesteburg. "Der Stiftungsvorstand wird persönlich für den Transport nach Südafrika sorgen, damit wir sehen, dass diese überwältigende Hilfe auch bei den Menschen ankommt, die sie benötigen", sagt ein offenbar nimmermüder Jean-Jacques Kravetz. Wie heißt es doch in einem der Hits, die er für Lindenberg komponierte: "Hinterm Horizont geht's weiter." - Infos unter www.kravetz.de und www.stiftung-entree.de