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Eine spannende Zeitreise

Die „Heidesänger“ aus Amelinghausen sangen für die 250 Besucher

Jürgen A. Schulz begrüßte mehr als 250 Gäste bei „Schäfer-Ast“-Präsentation in der „Empore“.

mum. Buchholz/Asendorf. „Damit hätte ich niemals gerechnet!“ Kurz bevor sich am Mittwochabend der Vorhang im Buchholzer Veranstaltungszentrum „Empore“ öffnete, wagte Jürgen A. Schulz einen Blick in den Zuschauersaal. Und war überglücklich, denn mehr als 250 Besucher waren zur Veranstaltung des Dokumentarfilmers gekommen. Schulz präsentierte seinen Gästen den Film „Schäfer Ast - eine Spurensuche“. Der aufwändig produzierte Streifen zeigt die Lebensgeschichte des Wunderheilers Philipp Heinrich Ast - besser bekannt als „Schäfer Ast“ (das WOCHENBALTT berichtete). „Ich durfte schon vor 150 Gästen sprechen“, so Schulz. „Doch diese Veranstaltung sprengt alle Erwartungen.“ Schulz dankte besonders WOCHENBLATT-Geschäftsführer Stephan Schrader für die Unterstützung. „Seine Zusage, mich bei diesem Projekt zu unterstützen, gab erst den Ausschlag, die ‚Empore‘ zu buchen.“
Anfang des vergangenen Jahrhunderts lockte „Schäfer Ast“ Tausende in die Heide. Sie alle hofften, dank seiner Heilmittel gesund zu werden. Für die Präsentation in der „Empore“ wurde der Film von Schulz neu bearbeitet, so dass er auf der sechs Meter breiten Leinwand auch gut zur Geltung kam. „Die Reaktionen waren durchweg positiv“, freut sich Schulz.
Ein absoluter Gewinn war das Rahmenprogramm. Schulz hatte die Apothekerin Rosemarie Schmidt eingeladen, etwas über die Wirksamkeit von Asts entwickelten Arzneien zu erzählen. Tatsächlich sind 19 Rezepte noch immer fester Bestandteil des Apotheken-Sortiments - darunter Spezialtropfen, Salben und Tees. „Einige Inhaltsstoffe werden längst nicht mehr hergestellt, sodass wir sie selbst produzieren“, so
Schmidt. Um die Kosten im Rahmen zu halten, würden Bestellungen gesammelt werden. Ihr Urgroßvater hatte sich damals mit Ast darauf geeinigt, die Tinkturen zu vertreiben. Ast selbst war der Verkauf von Arzneien nicht erlaubt.
Außerdem hatte Schulz Ilona Johannsen, Leiterin des Marstall-Museums, eingeladen. Sie berichtete aus dem Leben des Schäfers und gewährte Einblicke in die Zeit um 1900. Für musikalischen Glanz sorgten die „Heidesänger“ aus Amelinghausen.
Der Erfolg in der „Empore“ hat in Schulz den Ehrgeiz geweckt. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir im kommenden Jahr wieder eine ähnliche Veranstaltung in der ‚Empore‘ anbieten“, so Schulz. Thema könnte dann Hermann Löns sein. Gerade hat der Asendorfer den Film „Auf verwehten Spuren“ fertiggestellt. Mit der Löns-Produktion ist Schulz sehr aktuell, denn dieses Jahr jährt sich zum 150. Male der Geburtstag des Heide-Dichters. Schulz plant die Premiere für den 2. November im Winsener Marstall. Schirmherr ist Landrat Rainer Rempe.