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Er muss doch nicht zum Witz-Prozess

Mathias Ahrens ist erleichtert. Er muss nicht wegen seines 40-Euro-Prozesses nach Thüringen fahren
Mathias Ahrens bleiben 850 Kilometer erspart.

(mum). Mathias Ahrens (57) flatterte vier Tage vor Heiligabend ein überraschendes Weihnachtsgeschenk ins Haus. Der Asendorfer muss nun doch nicht für eine Verhandlung nach Pößneck in Thüringen fahren.
Wie berichtet, hatte Ahrens einen Gebrauchtteilehändler auf Zahlung von 40 Euro verklagt. Dabei handelt es sich um die Kosten für einen Mahnbescheid. Die ursprüngliche Rechnung lag bei 70 Euro. Obwohl Ahrens mehrfach um ein schriftliches Verfahren gebeten hatte, bestand Richter Olaf Opitz auf dem persönlichen Erscheinen des Asendorfers. Hin- und Rückfahrt nach Pößneck hätten für den 57-Jährigen nicht nur 850 Kilometer bedeutet, sondern vermutlich auch Übernachtungskosten. Offensichtlich hat der Gebrauchtteilehändler nun eingesehen, dass er im Fall einer Niederlage nicht nur die Gerichts-, sondern auch die Reisekosten von Ahrens hätte übernehmen müssen. Das Gericht teilte Ahrens zumindest schriftlich mit, dass sein Erscheinen nicht mehr notwendig sei. „Der Widerspruch wurde zurückgenommen“, heißt es in der Benachrichtigung.
„Ich finde das natürlich sehr gut“, so der Asendorfer. „Ich kann mir kurz vor Weihnachten Schöneres vorstellen, als wegen eines Prozesses nach Thüringen zu fahren.“

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