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"Famila": Verträge sind unterschrieben

"Famila"-Chef Christian Lahrtz (5. v. li) freut sich, dass die Verträge unterschrieben sind (Foto: oh)

„Famila“: Delegation aus Schützen und Gemeinde fährt nach Kiel / Eröffnung bereits im Frühjahr 2014?

mum. Jesteburg. Jetzt ging es schneller als gedacht: Gerade hatten die Jesteburger Schützen während ihrer Generalversammlung „grünes Licht“ für die Unterzeichnung der „Famila“-Verträge gegeben (das WOCHENBLATT berichtete), da stand am Freitag bereits der Termin an. Gemeindedirektor Hans-Heinrich Höper, Bürgermeister Udo Heitmann sowie Schützen-Präsident Thorsten Lange und sein Vize Sven Hatesuer unterzeichneten bei Famila in Kiel die entsprechenden Verträge.
Damit wurde ein langwieriges Verfahren endlich beendet: Der Schützenverein verzichtet nicht nur auf seinen Schießstand, sondern auch auf Grundstücksanteile und sein Nutzungsrecht an der Festhalle. Das Gebäude muss abgerissen werden, um Platz für ein „Famila“-Warenhaus zu schaffen. Es heißt, „Famila“ werde zehn Millionen Euro in den Standort investieren.
Wie berichtet, will die Gemeinde den Schützen an der Straße „Am Alten Moor“ ein neues Domizil für 1.287.500 Millionen Euro bauen. Das sei kein Geschenk an den Schützenverein, sondern eine Ausgleichszahlung für alles, was dieser auf dem Festhallenplatz aufgebe, so Höper. Für weitere 240.000 Euro werde im neuen Schützenhaus ein großer Versammlungsraum geschaffen. Dieser solle den örtlichen Vereinen und Institutionen kostenlos zur Verfügung stehen. Lediglich bei kommerzieller Nutzung und privaten Feiern würden Gebühren entstehen.
Zuletzt hatte es vor allem um zwei Punkte noch Diskussionsbedarf gegeben:
• Der Pachtvertrag für das Grundstück, auf dem die neue Schießsportanlage mit Festhalle errichtet wird, läuft bis 2086. Im Anschluss verlängert sich der Vertrag jeweils um 30 Jahre. Die Schützen können aus dem Vertrag aussteigen. Die Gemeinde müsste dafür „wichtige Gründe“ nennen.
• Sollte sich während der Bau-Planung herausstellen, dass die Fläche „Am Alten Moor“ nicht für den Bau einer Festhalle geeignet ist, verpflichtet sich die Gemeinde, den Schützen ein Alternativ-Grundstück zur Verfügung zu stellen. „Ich bin aber davon überzeugt, dass es nicht zu dieser Situation kommen wird“, so Hans-Heinrich Höper.
„Ich bin sehr froh, dass alle Verträge unterschrieben sind“, freut sich Schützen-Präsident Lange. Dieses Jahr werde wohl tatsächlich zum letzten Mal in der alten Festhalle gefeiert. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber: Zwar heißt es, dass der neue „Famila“-Markt bereits im Frühjahr 2014 eröffnen könnte, doch das gilt wohl nicht für das neue Schützenhaus. Ausgerechnet im 150. Jubiläums-Jahr wären die Schützen dann ohne ein eigenes Zuhause. „Aber da wird uns schon etwas einfallen.“