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Familie Büttinghaus: Die Hilfe geht weiter

Silke Büttinghaus macht dank einer intensiven Betreuung Fortschritte (Foto: Jörg Büttinghaus)
 
Das Orga-Team des Fußball-Turniers hofft auf viele Besucher, die dann zu Gunsten der Egestorfer Familie Büttinghaus spenden

Das war einfach nur beeindruckend! Als das WOCHENBLATT Anfang Dezember zum ersten Mal über das Schicksal der Familie Büttinghaus in Egestorf berichtet hatte, kam eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft ins Rollen. Bis heute sind mehr als 300 Einzelspenden auf das Stiftungskonto eingezahlt worden. Zusätzlich beteiligten sich zahlreiche Unternehmen aus dem Landkreis Harburg mit Spenden und Aktionen. Unter dem Strich bedeutete dies, dass die umfangreiche und sehr intensive Betreuung von Silke Büttinghaus für drei weitere Monate gesichert war.
Doch so überwältigend die Anteilnahme war, irgendwann ebbte die Spendenbereitschaft ab. Dabei ist die junge Familie nach wie vor auf Unterstützung angewiesen. Das nimmt nun der Sportverein SG Salzhausen-Garlstorf zum Anlass für ein Benefiz-Turnier am Sonntag.

Sportverein SG Salzhausen-Garlstorf organisiert am Sonntag ein Benefiz-Turnier für Familie aus Egestorf

mum. Egestorf/Salzhausen. „Wir haben zu Weihnachten die Berichterstattung über Familie Büttinghaus im WOCHENBLATT verfolgt“, sagt Petra Krenzin. „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass auch wir der Familie helfen wollen.“ Am kommenden Sonntag, 26. März, findet in der Sporthalle am Kreuzweg in Salzhausen ab 11 Uhr ein Fußballturnier der U 10-Junioren statt. Während die Kicker in der großen Sporthalle auf Torejagd gehen, besteht in der kleinen Halle die Möglichkeit, auf die Torwand zu schießen oder an einem Sitzfußball-Turnier teilzunehmen. Darüber hinaus gibt es Kinderschminken, eine Hüpfburg und eine große Tombola. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.
Rückblende: Silke (31) ist im März 2015 im achten Monat mit ihrem zweiten Kind schwanger, als sie morgens vor ihrem Mann Jörg zusammenbricht. Eine halbe Stunde später informieren die Ärzte den Ehemann: „Gehen Sie davon aus, dass Ihre Frau nicht überlebt.“ Silke hat ein Aneurysma - einen Schlaganfall im Hirn und zusätzlich starke Hirnblutungen. Die Überlebenschance liegt bei unter zehn Prozent. Die Ärzte holen Baby Georg auf die Welt - er ist gesund. Auch Silke überlebt. Aber die Architektin leidet seitdem am Locked-in-Syndrom (LIS). LIS-Patienten sind bei vollem Bewusstsein, aber komplett bewegungsunfähig. Lediglich die Augen können sie bewegen, um zu kommunizieren. Die Sterberate liegt bei 87 Prozent. Doch Silke gibt nicht auf. Ihr Weg zurück ins Leben wird noch viele Jahre dauern. „Die intensive und aktive Anteilnahme der vielen Menschen ist für uns eine große Unterstützung bei der Bewältigung der täglichen Herausforderungen“, sagt Jörg Büttinghaus (40). „Ohne Aktionen wie das Turnier würden uns in kürzester Zeit die finanziellen Mittel ausgehen.“ Zwar würden Kranken- und Pflegekasse die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen erbringen. „Diese werden aber bei Ausschöpfung aller finanziellen Ressourcen mittelfristig in die Verlegung meiner Frau in ein Pflege- oder Altersheim münden.“ Dies sei fatal, da die therapeutischen Maßnahmen dort nicht mehr ausreichen würden, um weitere Fortschritte zu erreichen. „Insbesondere würde aber eine Trennung von unseren beiden Söhnen Cord (4) und Georg (2) für meine Frau unerträglich sein.“ Die Kinder seien der wichtigste Impuls für Silke, täglich hart an ihrer Genesung zu arbeiten.
Seit der Verlegung aus dem Krankenhaus nach Hause habe Silke Büttinghaus sehr wichtige Impulse bei der Wiedererlangung von Bewegungen und Sprache erreichen können. Zuletzt habe sie einen Vormittag mit den Jungs im Garten verbracht und die Frühjahressonne genossen. „Cord hat ihr immer wieder einen Fußball vor den Rollstuhl gespielt und sie aufgefordert mitzumachen“, so Jörg Büttinghaus. „Sie hat dann versucht, den Ball zu Cord zu spielen - und es ist ihr gelungen.“ Cord sei dann zu ihr gelaufen, habe ihre Hand gehalten und gesagt: „Mama wird wieder ganz gesund!“
Einen großen Teil der aus der hohen Therapiedichte anfallenden Kosten muss die Familie privat übernehmen. Die Kosten, für die Versicherungen nicht aufkommen, schwanken aktuell zwischen 8.000 und 12.000 Euro im Monat. „Mit der Entfernung der Trachealkanüle, was für April geplant ist, kommen Pflegekosten von rund 18.000 Euro monatlich hinzu, die privat zu tragen sind“, so Jörg Büttinghaus. Und das, obwohl er selbst, neben seinem Beruf, noch mindestens 160 Stunden der monatlichen Pflege selbst übernimmt.

Spendenkonto

Wer Familie Büttinghaus
finanziell helfen möchte, kann Geld spenden.
Die Bankverbindung lautet:
Return | Stiftung
Spenden-Kennwort
„Mutterliebe“
DE12 2005 0550 1002 2186 57
Mehr Informationen
im Internet unter
www.betterplace.org/p29339
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