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„Grande Dame“ verlässt die Bühne

Margitta Görtz-Goebel (Mitte) mit ihren Nachfolgerinnen Britta Dibbern (li., Kita-Abteilungsleitung) und Gaby Bießler (stellvertretende Kita-Abteilungsleitung) (Foto: DRK)
 
DRK-Kreisgeschäftsführer Roger Grewe verabschiedet Margitta Görtz-Goebel (Foto: DRK)

DRK-Kita-Abteilungsleitung Margitta Görtz-Goebel in den Ruhestand verabschiedet.



mum. Hanstedt.
In großer Zahl waren sie kürzlich zum Festakt in Hanstedt zusammengekommen: die Kita-Leitungen der knapp 40 DRK-Kitas im Landkreis, Vorgesetzte, Nachfolgerinnen und Kollegen aus der DRK-Verwaltung, Vertreter der Gemeinden, Weggefährten und Familie, um Margitta Görtz-Goebel in den Ruhestand zu verabschieden. Görtz-Goebel, die 21 Jahre lang die Kita-Abteilung des DRK im Landkreis geleitet hat und wie keine andere für die Kinderbetreuung des Roten Kreuzes hier vor Ort steht.
Die waschechte Hanseatin, gelernte Erzieherin, Diplom-Sozialpädagogin und Mutter von vier Kindern, übernahm 1996 die Aufgabe, die Kita-Abteilung zu leiten. Damit verantwortete sie fortan die pädagogisch-konzeptionelle sowie kaufmännische Führung von damals 26 DRK-Kindertagesstätten und etwa 300 Mitarbeitern mit den jeweiligen Kita-Leitungen vor Ort.
„Schon bei meinem Einstellungstest wurde mir die Aufgabe gestellt, innerhalb von 15 Minuten ein Referat zum Thema effizienter Personaleinsatz auszuarbeiten“, erinnert sich Margitta Görtz-Goebel. „Und dieses Thema, heute, in Zeiten des Fachkräftemangels, aktueller denn je, begleitete mich bis zum Schluss.“ Personalplanung und -führung waren ein großes Augenmerk von Görtz-Goebel. „Mein persönliches Ziel von Anfang an war es, alle Kita-Leitungen und alle Mitarbeiter mit Namen zu kennen. Mir war eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe sehr wichtig und Transparenz in Hinsicht auf unsere Entscheidungen und die jeweils aktuelle Gesetzeslage.“ Und so war es eine ihrer ersten Amtshandlungen, allen Kitas als Arbeitsgrundlage das Kita-Gesetz zur Verfügung zu stellen, vor 20 Jahren, als keine Kita, geschweige denn sie selbst, im Büro einen eigenen PC oder Internet hatte.
Für das Kollegium der Kitas organisierte sie Workshops, Studienreisen, Fachtagungen und Feiern und wusste zu motivieren. Sie war Beraterin und Ansprechpartnerin für die Kitas und die Verwaltung gleichermaßen, scheute keine Konflikte und fand einvernehmliche Lösungen. Auch pädagogisch war Margitta Görtz-Goebel stets am Puls der Zeit. Sie hat mit ihrer Fachkompetenz und ihrer Beharrlichkeit schon früh das Thema Integration und Inklusion eingebracht und gilt auch über die Landkreisgrenzen hinaus als Vordenkerin. Ebenso steht ihr Name für die Einführung altershomogener Gruppen und englischer Sprachprojekte in den DRK-Kitas im Landkreis. „Vor einigen Jahren hat die Landespolitik von höchster Stelle aus den DRK-Kindertagesstätten im Landkreis eine Vorbildfunktion für Niedersachsen in Hinsicht auf innovative Konzepte zugesprochen“, so DRK-Kreisgeschäftsführer Roger Grewe in seiner Dankesrede. „Das ist der Verdienst von Margitta Görtz-Goebel.“ Sie hat eine gute Basis für die Arbeit von Britta Dibbern geschaffen, die zusammen mit Stellvertreterin Gaby Bießler die Nachfolge in der Kita-Abteilungsleitung angetreten hat.
Nun tritt Margitta Görtz-Goebel von der Bühne der DRK-Kitas ab und widmet sich mit großer Begeisterung und Ausdauer ihren Hobbys - vor allem Nähen und Kochen - und ihrer Familie. Mit Gelassenheit und Wertschätzung überlässt sie dabei ihren Nachfolgerinnen die Geschicke der DRK-Kitas im Landkreis. „Ihr macht es anders als ich, aber das ist genau richtig so“, sagte sie in Richtung ihrer Nachfolgerinnen. Sie übernehmen damit eine Kita-Abteilung, die inzwischen knapp 40 Kindertagesstätten, Krippen und Horte mit etwa 700 Mitarbeitern hat.