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Herausforderung Zuwanderungskinder

Haben die Fachtagung organisiert (v. li.): Susanne Hanzlick, Ute Köchel und Dagny Eggert-Vogt (Foto: Landkreis Harburg)

Erfolgreicher Fachtag für Ehren- und Hauptamtliche.

(mum). Neue Herausforderungen für die Flüchtlingsintegration: Im Frühjahr 2018 rechnen die Bundesrepublik Deutschland und der Landkreis Harburg mit dem Nachzug von Familienangehörigen anerkannter Asylbewerber. Dann könnten vor allem Kinder aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und aus dem Irak in den Landkreis kommen. "Das stellt die Kommunen vor neue Herausforderungen bei der Herkulesaufgabe Integration", sagte Uwe Harden jetzt in den Berufsbildenden Schulen Buchholz bei der Eröffnung einer Fachtagung des Landkreises für Haupt- und Ehrenamtliche, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. "Wie viele es sein werden, wissen wir noch nicht", so Ute Köchel von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Kreisverwaltung. "Wir wollen jedoch vorbereitet sein, um diesen Kindern das Einleben in Deutschland und die Integration in unser Bildungssystem zu erleichtern."
Darum setzten sich auf der Fachtagung "Gemeinsam engagiert für die Zukunft unserer Flüchtlingskinder" mehr als 40 Haupt- und Ehrenamtliche aus Flüchtlingshilfe sowie Kinder- und Jugendarbeit intensiv mit Themen wie Kinderschutz, interkultureller Kompetenz, dem Umgang mit Traumata sowie Bildungsangeboten auseinander und erhielten zahlreiche Impulse für ihre Arbeit.
Dementsprechend zufrieden zeigten sich die Teilnehmer sowie die Organisatorinnen mit der Fachtagung. "Ich freue mich sehr, dass die Haupt- und Ehrenamtlichen viele Anregungen mitnehmen konnten und die Vernetzung geglückt ist", so Susanne Hanzlick, Mitarbeiterin im Servicebüro Hamburg von "Willkommen bei Freunden", die den Tag gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe und der Agentur für Ehrenamt des Landkreises organisiert hatte.
Der Fachtag habe ebenfalls gezeigt, dass der Austausch und das Vernetzen von Haupt- und Ehrenamtlichen sehr wichtig ist. "Willkommen bei Freunden" und die Kreisverwaltung können sich daher vorstellen, die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen durch eine gemeinsame kostenlose Fortbildungsreihe im gesamten Landkreis Harburg auf eine höhere Qualitätsstufe zu heben. Die rasche Integration von Flüchtlingskindern in das Bildungssystem - von Kitas, über Schulen bis hin zur Berufsausbildung - beschäftigt den Landkreis bereits seit einiger Zeit. Zur besseren Koordination der zahlreichen auf diesem Feld tätigen Akteure hat der Landkreis bereits im Frühjahr mit der Einstellung der beiden Bildungskoordinatorinnen Valeska Reiber und Kristina Josten reagiert.