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„Ich fühle mich über den Tisch gezogen!"

Hatte mächtig Ärger mit Vodafone: der Jesteburger Giovanni Rosmarino

Falsch beraten? Giovanni Rosmarino sollte trotz garantierter Sonderregelung zahlen - Vodafone lenkt ein!

mum. Jesteburg. "Das ist doch total verrückt", sagt Giovanni Rosmarino (59) aus Jesteburg. "Ich fühle mich von Vodafone über den Tisch gezogen." Erst als er das WOCHENBLATT um Hilfe bat, ging plötzlich alles ganz schnell.
Rosmarino hatte 2011 einen Handy-Vertrag über 19,95 Euro monatlich im Buchholzer Vodafone-Store abgeschlossen. "Da ich aber jedes Jahr mindestens drei Monate im Ausland wohne, habe ich extra vereinbart, dass der Vertrag in dieser Zeit ruht", so der gebürtige Italiener. Dies wurde ihm sogar von dem Mitarbeiter mit Stempel und Unterschrift bestätigt. Im Vertrag heißt es: "Herr Rosmarino kann bei längerem Auslandsaufenthalt nach Erhalt der Nachricht seinen Vertrag bei Vodafone ruhen lassen."
Als die nächste Auslandsreise bevorstand, informierte Rosmarino Vodafone und flog mit gutem Gewissen in die Dominikanische Republik. "Ich staunte nicht schlecht, als ich bei meiner Rückkehr feststellte, dass die Gebühr weiterhin abgebucht worden war." Man habe ihm auf Nachfrage mitgeteilt, dass es so eine Vertragspause nicht gebe. Der Jesteburger schickte dem Unternehmen daraufhin den Vertrag zu. Aber eine Reaktion gab es nicht. "Man sagte mir nur, es sei nichts angekommen", so Rosmarino, der weitere Kopien seines Vertrags zur Post trug. Als auch nach Monaten das Geld nicht zurückerstattet wurde, entschied sich Rosmarino zu einer härteren Gangart. "Ich habe einfach aufgehört, meine monatlichen Gebühren zu zahlen." Das sei natürlich nicht in Ordnung gewesen, räumt er selbst. "Aber ich war hilflos und hatte das Gefühl, sonst niemals an mein Geld zu kommen."
Immerhin: Vodafone reagierte endlich - allerdings mit Mahnungen und schließlich mit einem Inkasso-Unternehmen. "Ich fühlte mich wie ein Verbrecher. Ich habe immer meine Rechnungen bezahlt und musste jetzt fürchten, einen Schufa-Eintrag zu bekommen", so Rosmarino.
Der Jesteburger bat das WOCHENBLATT um Hilfe. Mit Erfolg. Vodafone-Sprecher Volker Petendorf teilte bereits nach einem Tag mit, dass es zwar keinen Anspruch auf eine Auslandspauschale gebe. "Da wir aber das kundenfreundlichste Unternehmen der Branche sind, räumen wir einzelnen Kunden diese Möglichkeit in Ausnahmefällen ein." Das lässt Rosmarino aufatmen. Er hat seinen Vertrag inzwischen fristgerecht gekündigt und ist froh, dass auch das Inkasso-Unternehmen keine Forderungen mehr gegen ihn erhebt.