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Im "Jamliner" spielt die Musik: Lindenberg-Keyboarder Jean-Jacques Kravetz unterstützt Nachwuchs-Förderprojekt

Partner beim "Jamliner"-Projekt: TV-Moderator Reinhold Beckmann (li.) und Musiker Jean-Jacques Kravetz (Foto: A. Adrian/RockYourWeb)
ce. Jesteburg. "Musik kann alle Grenzen zwischen Menschen und Kulturen überwinden." Das sagt Jean-Jacques Kravetz (68) aus dem Heideort Jesteburg, einer der bekanntesten Keyboarder und Komponisten Deutschlands, der unter anderem seit fast 40 Jahren im Panikorchester von Udo Lindenberg spielt. Mit seiner "Entrée"-Stiftung, die junge, musikalisch begabte Menschen erfolgreich fördert, hat Kravetz nun dem Hamburger Projekt "Jamliner" Hilfe beim Neustart gegeben. Das rollende Tonstudio, das von der Staatlichen Jugendmusikschule und dem Musikschulverein Hamburg ins Leben gerufen wurde, steuert soziale Brennpunkte und andere Haltestellen in Hamburg und Harburg an und bietet Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren die Möglichkeit, ihre Songprojekte zu verwirklichen. Auch Interessierte aus den Landkreisen Harburg und Stade können auf den Bus "aufspringen".
Im Jahr 2000 startete das "Jamliner"-Projekt in zwei umgebauten, von der Hamburger Hochbahn zur Verfügung gestellten Linienbussen. Seit 2002 fördert der Jugendhilfe-Verein "Nestwerk" von TV-Moderator Reinhold Beckmann die Aktion und betreibt seit 2008 seinen eigenen "Nestwerk-Jamliner 2". Dieser musste kürzlich wegen technischer Mängel aus dem Verkehr gezogen und ein Nachfolger gefunden werden. "Einen Bus stellte die Hochbahn erneut bereit, aber mit der Innenausstattung sah es zuerst mau aus. Ich war aber vom ersten Augenblick an begeistert", berichtet Jean-Jacques Kravetz. Die übrigen Vorstandsmitglieder der "Entrée"-Stiftung seien "genauso Feuer und Flamme" gewesen. Auf der Frankfurter Musikmesse habe man dann renommierte Partner für die Ausstattung des Busses mit Instrumenten gewinnen können. "Hinzu kamen private Unterstützer und zahlreiche Spenden aus der Musikindustrie", so Kravetz. Als engagierte Sponsoren mit dabei waren unter anderem Musikfirmen wie "GrohPA" aus Maschen, Gretsch, Fender und die Engelbert-Humperdinck-Stiftung. Alle Beteiligten zusammen investierten rund 30.000 Euro in den "Jamliner".
"Jeder kann kostenlos einsteigen und mitmachen. Vom ersten Probenton bis zur fertigen CD-Aufnahme werden die Jugendlichen im Bus von erfahrenen Musikpädagogen betreut. Einige Nachwuchs-Bands sind schon begeisterte Passagiere", freut sich Kravetz. "Neben Kreativität lernen die Teilnehmer auch Disziplin und Teamfähigkeit im Aufeinanderhören und Finden eines gemeinsamen Sounds."
Für 2016 schmiedet die "Entrée"-Stiftung schon Pläne vor Kravetz' Haustür: "Im Dorfkrug von Achim Peters in Lüllau wollen wir unter anderem einen Musiker-Frühschoppen mit Flohmarkt und einem Unplugged-Konzert als Ausklang des Events auf die Beine stellen", kündigt der Stiftungs-Chef an.
- Infos unter www.stiftung-entree.de, www.nestwerkev.de und www.jamliner.net.