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Jesteburg hat jetzt auch eine "Kunsthalle"

Anstoßen auf die neue „Kunsthalle“: Die Kunstnetz-Mitglieder freuen sich über die Einweihung

Die Kunstnetz-Mitglieder übernehmen die Patenschaft für eine alte Telefonzelle / Jeden Monat ein neues Programm.

mum. Jesteburg. Böse Zungen behaupten, im selbst ernannten Kunst-Dorf Jesteburg würde erst nach einem Zuschuss aus der Gemeindekasse gefragt werden, bevor etwas Künstlerisches geschehe. Dem ist aber nicht so - es geht auch ohne Steuergeld! Die Mitglieder des Kunstnetzes Jesteburg haben am Mittwoch ihre eigene „Kunsthalle“ eröffnet. Die „Kunsthaus“-Macher müssen sich aber keine Sorgen machen, dass ihnen demnächst die Besucher ausgehen. Bei dem neuen „Kunstzentrum“ handelt es sich lediglich um eine ausgediente Telefonzelle. Diese hat es allerdings in sich!
Jeden Monat zeichnet ein Mitglied des Kunstnetzes für die „Kunstzelle“ verantwortlich. „Mein Wunsch ist, dass wir jede Woche eine neue kleine Ausstellung hier zeigen können“, sagt Stefanie Busch. Den Anfang macht Harriet Romanowski. Im Dezember gehört die „Kunsthalle“ Manfred Meinert. „Wir wünschen uns, dass auch der Verein Jugend aktiv oder die Oberschule sich beteiligen und einen Monat übernehmen“, so Stefanie Busch.
Vor drei Jahren öffnete Busch vor ihrem Haus in Harmstorf die „Kunstzelle“. Jede Woche präsentierte sie dort eine neue Auswahl ihrer Werke. Dann musste die Zelle auf Wunsch der Gemeinde vom Bürgersteig entfernt werden. Stefanie Busch kam auf die Idee, dass das kleine Häuschen ideal in das Kunst-Dorf Jesteburg passt. Bei den Mitgliedern des Kunstnetzes fand sie schnell Mitstreiter. Gemeinsam wurde die alte Telefonzelle wieder auf Vordermann gebracht. Auch einen Standort fand man schnell. Die „kleine Kunsthalle“ steht nah am Ortszentrum an der Hauptstraße bei der Eisenbahnbrücke. „Die Fläche ist Privatbesitz“, so Stefanie Busch. „Wir sind Dr. Jürgen Köppen sehr dankbar, dass wir die Zelle hier aufstellen dürfen.“
Einen Nachteil hat das „Kunstzentrum“ allerdings noch im Vergleich zum großen „Kunsthaus“: Es fehlt die Beleuchtung. Doch Bürgermeister Udo Heitmann hat bereits angekündigt, dass er sich dafür einsetzen will, dass die alte Telefonzelle an das Stromnetz angeschlossen wird.
• Das Kunstnetz Jesteburg ist ein Zusammenschluss von unabhängig voneinander arbeitenden Künstlern, die in der Samtgemeinde wohnen oder ihren künstlerischen Schwerpunkt dort haben. Den Mitgliedern geht es darum, sich bei Bedarf gegenseitig zu unterstützen und sich nach außen als künstlerische Vereinigung zu präsentieren. „Wir sind kein Kunstverein. Wir sind auch kein Club, der von Regeln und Vorschriften bestimmt wird“, sagt Mitglied Susanne Dinter.
• Auf der Homepage (www.kunstnetz-jesteburg.de) präsentieren sich die Mitglieder und zeigen ihre Arbeiten. Ziel ist es, möglichst alle Kunstschaffenden aus Jesteburg auf der Seite zu vereinen.