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Jesteburger Schützen setzen ein Zeichen

Schützen-Schriftführer Norbert Viedt (Foto: rs)
mum. Jesteburg. Das ist ein großer Schritt für Jesteburg: Am Freitagabend gaben die Schützen während ihrer Mitgliederversammlung ihrem Vorstand "grünes Licht" für die Unterschrift der "Famila"-Verträge. Damit kommt Jesteburg der Ansiedlung eines großen Supermarktes einen gewaltigen Schritt näher. "Die Abstimmung war sogar einstimmig", freute sich Schriftführer Norbert Viedt. 85 der etwa 300 Mitglieder nahmen an der Versammlung teil.
Wie berichtet, hatte der Verwaltungsausschuss bereits Anfang März die letzten Änderungswünsche im Vertragswerk, das den Verzicht der Schützen auf ihr Schützenhaus sowie das dazugehörige Grundstück regelt, zugestimmt. Kurz darauf stimmte auch der Gemeinderat den Verträgen zu. Fast einstimmig - es gab lediglich eine Enthaltung und eine Gegenstimme. Das Unternehmen "Famila" kann nur dann auf dem Festplatz-Areal einen Supermarkt bauen, wenn die Schützen ihre Festhalle und die damit verbundenen Grundstücksrechte aufgeben. Zudem müssen die Schützen eine eigene angrenzende Fläche verkaufen.
"Wir haben unsere Mitglieder stets über den Stand der Verhandlungen auf dem Laufenden gehalten", sagt Viedt. Daher sei die große Zustimmung für ihn keine Überraschung. Eine Woche vor der Versammlung hatten die Mitglieder sogar die Gelegenheit, in die Verträge zu schauen und Fragen zu stellen. "Unsere Mitglieder sind sich ihrer Verantwortung für die Gemeinde bewusst", sagt Viedt. Der Schriftführer ist überzeugt, dass das neue Schützenhaus allen Bürgern zugute kommen wird.
Wie berichtet, beinhaltet das neue Gebäude einen Versammlungsraum (270 Quadratmeter), der für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung steht. Die Mitglieder koordinieren die Termine. Andere Vereine dürfen den Raum für gemeinnützige und nicht kommerzielle Veranstaltungen kostenfrei nutzen. Ansonsten fallen - wie auch für private Feiern - Gebühren an. Zufrieden ist Viedt auch über die Art und Weise, wie sich die Schützen während des langwierigen Prozesses verhalten haben: "Wir haben uns mit öffentlichen Äußerungen zurückgehalten." Der nächste Schritt ist nun die Vertragsunterszeichnung. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Hat eine jahrezehntelange Diskussion nun ein positives Ende gefunden?