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Kunst- und Kultur für Jedermann

Zwei Darsteller des „Chimaera di Barococo“-Ensembles begeisterten die Besucher der Kunst- und Kulturwoche
 
Zahlreiche Gäste wollten sich den Auftakt der Kunst- und Kulturwoche nicht entgehen lassen

Venezianischer Karneval mitten in Jesteburg? Die Besucher der ersten Kunst- und Kulturwoche staunten am Freitag nicht schlecht. Da wandelten plötzlich zwei Darsteller des „Chimaera di Barococo“-Ensembles in kunstvollen Kostümen durch ihre Reihen. Das Duo machte die Gäste auf die drei Ausstellungen aufmerksam, mit denen die Kunst- und Kulturwoche eröffnet wurde. Noch bis Sonntag dreht sich in dem kleinen Heidedorf alles um das Thema Kunst und Kultur.

mum. Jesteburg. Das war ein Auftakt nach Maß: Mehr als 100 Gäste erlebten am Freitagabend eine gelungene Eröffnung der ersten Kunst- und Kulturwoche in Jesteburg. Bürgermeister Udo Heitmann lobte in seiner Rede das Engagement aller Helfer: "Hier ziehen alle an einem Strang. Das ist einfach phantastisch." Tatsächlich unterscheidet sich die neue Veranstaltung grundlegend von der bisherigen Kunstwoche. Während früher das Kunsthaus im Vordergrund stand, darf sich diesmal jeder, der Kunst- und Kultur im Heidedorf betreibt, präsentieren.
Bereits zum Auftakt am Freitag hatten die Besucher die Gelegenheit, drei Ausstellungen zu besuchen. Das Kunsthaus zeigt die Ausstellung "Mehr als zu viel - Deep in the countryside". "Mehr als zuviel" wurde 2010 im Zuge eines Ausstellungsprojekts von Corinna Koch und Peter Heidenwag ins Leben gerufen. Das Projekt vereint Künstler aus unterschiedlichen Richtungen, die sich ursprünglich in der Hamburger Galerie der Villa formierten und sich seither für jede aktuelle Ausstellung neu aufstellen. Die Hamburger Galerie der Villa ist ein Atelier- und Produktionsraum, in dem Menschen mit und ohne Behinderung selbstständig arbeiten und kooperieren. Für die Ausstellung wurde das komplette Kunsthaus samt Innen- und Außenraum zur Präsentationsfläche der Exponate.
Ein paar Schritte weiter - im Heimathaus - präsentierte das "Jesteburger Podium" die Ausstellung "Grenzen überschreiten", an der sich insgesamt sieben Künstler beteiligen. Zudem fand im Kunstraum "schräg + gut" die "lange Ausstellungsnacht" statt. Unter anderem wurde dort abstrakte Aktfotografie von Thomas Frieda Müller gezeigt.
Die Kunst- und Kulturwoche ist noch längst nicht beendet. Noch bis Sonntag, 1. September, finden zahlreiche Veranstaltungen in Jesteburg statt. Sehenswert sind die Arbeiten des Künstlernetzwerks "Kunstnetz-Jesteburg". Im Garten von Susanne Dinter (Harburger Straße 80) sind unter anderem 75 Werke ihrer Schüler zu sehen. Für das Thema "Bilder aus meinem Garten - ohne Blumen" mussten die Teilnehmer über ihre Grenzen gehen und genau hinschauen, was es außer Blumen noch zu sehen gibt. "Sie haben wirklich sehr interessante Dinge entdeckt und gemalt", so Susanne Dinter.
Das große Finale steigt bereits am Samstag auf der Naturbühne. Gegen 18 Uhr werden die „Coolen Elbstreicher“ das Publikum begeistern. Das Nachwuchsorchester besteht aus etwa 50 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren. Ab 21 Uhr gehört die Bühne dann der Showband „Oh Baby“. Der Abend klingt um Mitternacht mit einem Feuerwerk auf dem VfL-Gelände am „Alten Moor“ aus. Den Abschluss der Kunst- und Kulturwoche bildet am Sonntag ein ökumenischer Gottesdienst - ebenfalls rund um die Naturbühne.
Wer genau wissen möchte, welche Veranstaltungen im Zuge der Kunst- und Kulturwoche stattfinden, muss nur einen Blick in den Veranstaltungsflyer werfen. Heidi Seekamp war nicht nur für die Redaktion verantwortlich, sondern hat auch das Titelbild entworfen.

Ein Lese-Tipp:
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