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"Kunstraum": Einladung zur letzten Finissage

Wann? 20.10.2013 17:00 Uhr

Wo? schräg + gut, Lindenstraße 6, 21266 Jesteburg DE
Machen Sonntag ihren "Kunstraum" für immer dicht: Waltraut Seegers (li.) und Christina Leitow
Jesteburg: schräg + gut | mum. Jesteburg. Jetzt heißt es Abschied nehmen - und das gleich in doppelter Hinsicht: Am Sonntag, 20. Oktober, findet ab 17 Uhr eine Finissage im Kunstraum "schräg + gut" statt. Gezeigt werden Gemälde von Horst-Hagen Rath sowie Skulpturen von Jan Amelung. Traurig ist vor allem daran, dass es die letzte Ausstellung sein wird, die Waltraut Seegers und Christina Leitow in ihren Räumen in der Lindenstraße präsentieren werden. Der "Kunstraum" macht für immer dicht (das WOCHENBLATT berichtete).
Das Aus trifft die Jesteburger Kunstszene hart, denn die selbsternannte "Kunst-Metropole" in der Nordheide verliert eine ihrer Top-Attraktionen. Zudem wirft das Aus die Frage auf, ob sich in Jesteburg Kunst nur dann rechnet, wenn sie - wie der Verein "Kunstwoche Jesteburg" samt Kunsthaus - mit Steuergeld finanziert wird. Wie berichtet hat die Jesteburger Politik allein in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 400.000 Euro in der ehemaligen Bankfiliale versenkt. Zudem kommen die Steuerzahler für die Nebenkosten in Höhe von jährlich 8.000 Euro auf.
Seit November 2011 präsentierten Galeristin Waltraut Seegers (Inhaberin der Galerie Walerie S.) sowie Kulturwissenschaftlerin und Künstlerin Christina Leitow (Inhaberin von Kulturplaneten - Werkstatt und Büro für Kommunikation, Kultur und Kunst) Ausstellungen. Gemeinsam hatten sie sich auf die Fahnen geschrieben, junge und etablierte zeitgenössische Kunst in wechselnden Verkaufsausstellungen zu präsentieren. Die beiden engagierten Frauen hatten auf Synergien mit der Nachbarschaft und auf den Wohlfühlcharakter für Künstler und Gäste gesetzt. Doch nachdem sowohl das benachbarte Restaurant als auch der Bio-Laden schlossen, war es trist rund um die Lindenstraße geworden.
Auch an der Gemeinde üben die beiden Frauen Kritik: „Als wir eröffneten, hieß es, Jesteburg bekommt einen Kunst- und Kulturbeauftragten“, so Christina Leitow. Dieses Thema sei vom Tisch. „Dabei hätte ein Kommunikations-Profi Jesteburg nach vorn gebracht.“