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Kutscher stellen sich neu auf

Vertreter von 20 Kutschbetrieben der Naturparkregion Lüneburger Heide trafen sich jetzt in Hanstedt, um Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen zu präsentieren (Foto: Naturpark Lüneburger Heide)
 
Karl Otto Degener stellte die Ergebnisse der AG "Kutschtrassennetz und Trassenpflege" vor (Foto: Naturpark Lüneburger Heide)

Vertreter von 20 Betrieben aus der Naturparkregion stimmten ein gemeinsames Vorgehen ab

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(mum). Jetzt kamen Vertreter von 20 Kutschbetrieben der Naturparkregion Lüneburger Heide zusammen und stimmten ein gemeinsames Vorgehen zur Qualifizierung der Kutscher und dem Marketing für Kutschfahrten ab. Britta Alpers (Döhle) und Klaus Meyer (Schneverdingen), die Vorsitzenden der zwei Kutschvereine im Naturpark Lüneburger Heide, vertreten mit einigen anderen Kollegen seit Beginn des EU geförderten Projektes "Dialog Kutsche" die Gruppe der gewerblichen Kutscher . Nun stellten sie die Ergebnisse des bisherigen Diskussions- und Verhandlungsverlaufs vor.
2016 wurde der "Dialog Kutsche" durch den Naturpark Lüneburger Heide ins Leben gerufen, um unter anderem eine bessere Vernetzung der Akteure rund um das Thema Kutsche sowie die Entwicklung von verbindlichen Vereinbarungen zur Nutzung und Unterhaltung der Kutschwege zu erreichen. Im Zuge des Projektes wurden in drei Arbeitsgruppen zum Kutschtrassennetz, zur Kutschtrassenpflege und zum Thema Kutschen und Tourismus konkrete Vorschläge erarbeitet. Beteiligt sind außer den gewerblichen Kutschern etwa 20 Institutionen - unter anderem die Landes- und Privatforsten, die Gemeinden, die Landkreise, die Verkehrsbehörden der Landkreise Harburg und Heidekreis, Umweltverbände, der Stiftung Naturschutzpark und der Naturpark Lüneburger Heide.
Britta Alpers, die Vorsitzende des Vereins der Kutschwagenfahrer, freute sich sehr über das EU geförderte Projekt: "Durch diesen Dialog haben wir Kutscher die Möglichkeit, unsere eigene Zukunft mitzugestalten. Das gegenseitige Verständnis zwischen den vielen Akteuren rund um die Kutschen hat enorm zugenommen."
Karl Otto Degener vom Garbershof in Undeloh stellte die Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Kutsch-Trassennetz" vor. Hier einigten sich die AG Mitglieder auf ein abgestimmtes Kutschtrassennetz, das sowohl gute Verbindungen aus den umliegenden Orten in das Naturschutzgebiet sowie attraktive Routen innerhalb des Gebietes bietet. In einem zweiten Schritt macht sich nun die Arbeitsgruppe "Kutschtrassenpflege" auf den Weg, um Vereinbarungen zur Pflege der Wege zu fassen. "Hier geht es darum, gemeinsam dieses Wegenetz dauerhaft in einem guten Zustand zu halten", so Degener. Dabei gehe es sowohl um Arbeitsaufteilung und die Kosten.
Für einige Kutschwege konnten die Gemeinden Undeloh und Egestorf schon EU-Mittel zur Verbesserung der Wege bei der "Leader"-Naturparkregion einwerben (das WOCHENBLATT berichtete).
In der Arbeitsgruppe "Kutschen & Tourismus" erarbeiteten die Kutscher, Kommunalvertreter, Grundeigentümer und Touristiker gemeinsam, wie eine künftige Internetpräsenz auf der Seite des Lüneburger Heide GmbH aussehen kann und wie die Kutscher sich vor Ort - etwa durch einheitliche Informationsschilder - als "Heidekutscher" vermarkten könnten. Auch das Konzept der Qualifizierung der Kutscher zu Natur- und Landschaftsthemen wurde auf neue Füße gestellt.
• Informationen zu Kutschen im Naturpark finden Interessenten unter www.naturpark-lueneburger-heide.de oder www.dialog-kutsche.de.