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Lieber Baken statt Reparatur

Am 2. Februar war der Gülletransporter umgekippt. Erst am Freitag sollte die Straße repariert werden (Foto: ce)

Nach Unfall: Landkreis benötigt zweieinhalb Monate für Ausbesserung auf der Kreisstraße 83.

(mum). Gut Ding braucht Weile - das gilt auch für den Landkreis Harburg. Ein Gülletransporter geriet am 2. Februar auf der Kreisstraße 83 bei Buchholz-Reindorf auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und kam von der Straße ab, woraufhin der Auflieger umkippte (das WOCHENBLATT berichtete). Seitdem gelang es dem Landkreis nicht, die Strecke zu reparieren. Stattdessen wurden Warnbaken aufgestellt und ein Tempolimit verhängt.
"Es müssen noch abschließende Arbeiten durchgeführt werden, um den Seitenstreifen wieder herzustellen", teilte Landkreis-Sprecherin Andrea Deutschmann jetzt auf WOCHENBLATT-Nachfrage mit. Und dann ging es plötzlich doch ganz schnell: Der Auftrag dazu sei erteilt worden und sollte voraussichtlich am gestrigen Freitag ausgeführt werden. "Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben", so die Sprecherin. Wahrscheinlich ist es ein Zufall, dass die schnelle Reparatur unmittelbar nach der WOCHENBLATT-Anfrage erfolgen sollte. Offiziell war es eine witterungsbedingte Verzögerung. Zur Höhe der Kosten, die laut Deutschmann vom Unfallverursacher getragen werden, dürfe sie aus Gründen des Datenschutzes nichts sagen.
Zum Glück benötigte der Landkreis nur wenige Stunden, um die etwa 25 Tonnen Gülle, die sich damals auf der Straße und im Seitenbereich verteilt hatten, zu entfernen. Man mag sich kaum vorstellen, wie es dort jetzt sonst gerochen und ausgesehen hätte.