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Mehr als 200 Karten sind verkauft

Der Asendorfer Jürgen A. Schulz steht vor dem Plakat, mit der die Veranstaltung in der „Empore“ beworben wird. Er hofft auf mehr als 200 Besucher

Jürgen A. Schulz präsentiert am Mittwoch seinen Film „Schäfer Ast - eine Spurensuche“ in der „Empore“.

mum. Asendorf. Der Dokumentarfilmer Jürgen A. Schulz aus Asendorf zählt bereits die Stunden. Am Mittwoch, 19. Oktober, steht er vor einer seiner größten Herausforderungen. Schulz lädt um 20 Uhr zu einem Vortragsabend in die Buchholzer „Empore“ ein. Auf dem „Spielplan“ steht die Lebensgeschichte des Wunderheilers Philipp Heinrich Ast - besser bekannt als „Schäfer Ast“ (das WOCHENBALTT berichtete). Anfang des vergangenen Jahrhunderts lockte Ast Tausende in die Heide. Sie alle hofften, dank seiner Heilmittel gesund zu werden. „Hoffentlich gelingt mir das im übertragenen Sinn auch“, so Schulz. Die Chancen stehen gut. „Mehr als 200 Karten sind bereits verkauft. Aber es können selbstverständlich noch deutlich mehr Gäste kommen“, sagt der Filmemacher.
Schulz kommt auf bis zu 80 Veranstaltungen im Jahr, bei denen seine Filme gezeigt werden. In Buchholz gelte ganz besonders sein Grundsatz, dass er den Besuchern nicht nur seine Dokumentation „Schäfer Ast - eine Spurensuche“ zeigen möchte, sondern ihnen einen unterhaltsamen Abend bieten will. Unter anderem werden die „Heidesänger“ aus Amelinghausen ein paar typische Heidelieder anstimmen. Die Apothekerin Rosemarie Schmidt verrät, ob die von Ast entwickelten Arzneien wirklich helfen - sie sind noch immer in Winsen erhältlich. Außerdem wird Ilona Johannsen, Leiterin des Marstall-Museums, das Leben des Schäfers wissenschaftlich beleuchten.
Für die Vorstellung in der „Empore“ hat Schulz den Film speziell bearbeiten lassen, sodass er auf der sechs Meter breiten Leinwand auch gut zur Geltung kommt. „Die Qualität des Filmmaterials ist beeindruckend“, so Schulz, der auch viele historische Aufnahmen zeigt. Dennoch: „Ohne die Zusage des WOCHENBLATT-Verlags, mich bei der Veranstaltung zu unterstützen, hätte ich mich wohl nicht getraut, die ‚Empore‘ zu buchen“, so Schulz.
Kurzum: Die „Empore“-Besucher dürfen sich auf einen spannenden und informativen Abend über einen geschichtsträchtigen Mann aus unserer Region freuen.
Im Mittelpunkt steht der Schäfer und vermeintliche „Wunderheiler“ Philipp Heinrich Ast (1848 - 1921) aus Radbruch. Aufsehen erregte seine Diagnosemethode, bei der er anhand eines Büschels Nackenhaare zu erkennen meinte, woran die jeweilige Person erkrankt war. Zu Spitzenzeiten im Jahr 1894 behandelte Ast in Radbruch täglich bis zu tausend Menschen aus ganz Deutschland, die auf seine Fähigkeiten schworen.
Sieben Monate lang drehte Schulz mit einem vierköpfigen Team und Laiendarstellern an Originalschauplätzen und zeichnete den Lebensweg Asts nach.
• Karten für die Präsentation in der „Empore“ ­ kosten zwischen 9,80 und zwölf Euro und sind an der „Empore“-Ticketkasse sowie online unter www.empore-buchholz.de erhältlich.