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Mehr als nur Geschichte

Am 6. Januar steht der 400. Todestag von Herzogin Dorothea von Braunschweig Lüneburg an (Foto: Jürgen A. Schulz)

Winsen gedenkt Herzogin Dorothea anlässlich ihres 400. Todestags mit Festakt am 6. Januar.

(mum). Sie war in der 800-jährigen Geschichte Winsens die wohl bedeutendste Persönlichkeit: Herzogin Dorothea von Braunschweig Lüneburg, geborene Prinzessin von Dänemark. Ihr Zuhause war das Winsener Schloss. Am 6. Januar jährt sich zum 400. Mal der Todestag der Herzogin. Dieses besondere Datum ist Anlass für eine Veranstaltung, zu der der Heimat- und Museumsverein einlädt. Geplant sind drei Kurzvorträge, die Winsens spannende Vergangenheit lebendig werden lassen. Referenten sind unter anderem Pastor Traugott Wede und Ilona Johannsen, die Leiterin des Museums im Marstall. Dazu gibt es Musik wie sie wohl einst bei Empfängen üblich gewesen wäre. Die Veranstaltung am Freitag, 6. Januar, beginnt um 19.30 Uhr.
Auch der Asendorfer Filmemacher Jürgen A. Schulz ist fasziniert von der Herzogin. Gemeinsam mit Kameramann Günther Menke hat er bereits vor einiger Zeit die Adelige porträtiert. Der Titel des Films heißt: "Dorothea - Herzogin mit Herz und Härte". Für den Film ging Schulz sogar in die Luft: Luftaufnahmen von der Kreisstadt an der Luhe leiten den Film ein. Schulz blickt auch den Kreisarchäologen über die Schulter, wenn sie auf der Luheinsel nach Spuren des alten Winsens suchen.
Die Dokumentation will Neues vermittelt und Altbekanntes in ein neues Licht rücken. Dass das fachlich richtig und historisch unantastbar wird, dafür standen Ilona Johannsen und der verstorbene Helmut Büttner (bis zu seinem Tod Vorsitzender des Heimat- und Museums-Vereins") an der Seite des Produktionsteams.
Die Recherchen für den Film begannen in dänischen Kolding, wo Dorothea geboren wurde. Ihr Vater war Christian der Dritte, König von Dänemark. Der Königspalast in Kopenhagen war die nächste Station im Leben Dorotheas, ehe sie nach Celle kam, wo sie Herzog Wilhelm den Jüngeren von Braunschweig-Lüneburg heiratete (1561). "Der ereignisreiche Weg der Herzogin ist spannender Filmstoff", sagt Schulz. Das Portrait zeugt Dorotheas Leben in Winsen, ihr Wirken für Handwerk, Handel und Menschen, klammert aber das Bedrückende aus jener Zeit nicht aus - wie die Hexenprozesse.
Unterstützt wurde die Produktion vom Lüneburgischen Landschaftsverband, dem Landkreis Harburg und der Stadt Winsen, dem Heimat- und Museumsverein und der Volksbank Lüneburger Heide. Den Film gibt es in den WOCHENBLATT-Geschäftsstellen sowie im Internet unter www.dokupro-dvd.jimdo.com.
• Freikarten für den Festakt anlässlich des 400. Todestags der Herzogin sind im Museum im Marstall erhältlich.