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Meine Frau hat sich durchgesetzt

Feierten am Donnerstag ihre Diamantene Hochzeit: Ingeborg und Alfred Frömming
mum. Jesteburg. "Meine Frau Ingeborg hat sich durchgesetzt", sagt Alfred Frömming (85) mit einem Lächeln. "Wie eigentlich immer." Am Donnerstag feierte das Ehepaar Diamantene Hochzeit. Alfred Frömming wollte nicht, dass über ihn in der Zeitung berichtet wird. "Aber meiner Frau konnte ich den Wunsch nicht abschlagen."
Das Ehepaar lernte sich im März 1952 im schleswig-holsteinischen Trittau kennen. Ingeborg Frömming (85) hatte es dorthin nach dem Krieg verschlagen. Gemeinsam mit ihrer Mutter sorgte die damals 25-Jährige für ihre drei Schwestern Helga (10), Lore und Liesel (beide 9). Alfred Frömming hatte fünf Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft verbracht und nach seiner Entlassung in der Nähe von Kuddelwörde ein neues Zuhause gefunden. "Alfred arbeitete in einem Lebensmittelladen", erinnert sich seine Frau. "Dort ist er vor allem meinen drei Schwestern aufgefallen, die mit ihm gern geschäkert haben." Bei einer Musikveranstaltung fasste sich Alfred Frömming schließlich ein Herz und forderte Ingeborg zum Tanzen auf.
Die Verliebten verstanden sich auf Anhieb so gut, dass sie beschlossen, zusammenzubleiben. Gemeinsam zogen sie in die Wohnung, in der auch Ingeborgs Mutter und die Schwestern wohnten. "Das war ganz schön eng", erinnert sich das Paar.
Von Trittau zog die Familie - die Frömmings haben mit Rosita (60), Margita (57) und Heike (45) drei inzwischenerwachsene Kinder - nach Hamburg und schließlich nach Alvesen (Ehestorf). Während er in Hamburg für das Deutsche Seekarten Institut arbeitete, war sie als Kindergärtnerin tätig. Vor fast 25 Jahren ging es dann nach Jesteburg. "Wir hatten ein kleines Haus in der Peerkoppel", sagt Ingeborg Frömming. "Dort haben wir uns sehr wohlgefühlt." Heute wohnt das Paar in einer Wohnung an der Lüllauer Straße. Vor allem Enkel Florian Hinz profitiert sehr von der neuen Wohnung, denn sie liegt nur einen Steinwurf von seiner Arbeitsstelle entfernt, dem Autohaus Kuhn+Witte. "Florian kommt jeden Tag um 12.30 Uhr zum Mittagessen zu uns", sagt Ingeborg Frömming, die ihre beiden Männer liebevoll bekocht. "Anfangs wollte er lieber Nudeln statt Kartoffeln essen. Aber wir haben uns da durchgesetzt", sagt sie schmunzeln. "Die jungen Leute haben einfach keine Lust zum Kartoffelschälen."
Viel Zeit verbringen die Eheleute auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins. Dort kümmert sich Alfred Frömming seit mehr als 30 Jahren um den Ausschank. Die Gemeinde Rosengarten ehrte ihn kürzlich mit der Silbermedaille für sein Engagement.
Ein treuer Begleiter ist stets Hund "Fuzzy". Er bestimmt auch den Tagesablauf des Ehepaares. "Erst wenn mein Mann mit ihm eine kleine Runde gedreht hat, können wir gemeinsam Kaffee trinken."
Anlässlich ihres Ehrentags gehen die Frömmings im engsten Familienkreis Essen. Im Anschluss ist ein kleiner Empfang geplant.