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Mit 40 Stundenkilometern den Berg hinunter

Jeweils zwei "Rennfahrer" gingen zeitgleich an den Start
mum. Ramelsloh. "Ich bin schon etwas aufgeregt", so Niclas Neumann. Der zwölf Jahre alte Junge ist Mitglied der Jugendfeuerwehr Fleestedt und nahm am Sonntag zum ersten Mal am Seifenkistenrennen teil, zu dem die Gemeindejugendwehr Seevetal bereits zum zehnten Mal eingeladen hatte. "So ähnlich muss es sein, wenn man Formel 1-Rennen fährt", sagte Niclas, während er auf die Rampe geschoben wurde. 60 Sekunden später sauste er die etwa 300 Meter lange Strecke hinunter.
"Die schnellsten Fahrer bringen es auf etwa 40 Stundenkilometer", so Michael Gauger. Der Chef der Gemeinde-Jugendwehr Seevetal hatte das Event organisiert. Bereits um 7 Uhr morgens trafen sich die Helfer, um die Piste auf der Straße "Brackeler Grund" zwischen Ramelsloh und Marxen vorzubereiten. "Wir werden immer professioneller", so Gauger. Diesmal kam zum ersten Mal eine Vorrichtung zum Einsatz, die die Seifenkisten im Ziel wendete - selbstverständlich eine Feuerwehr-Eigenkonstruktion. "Zuvor mussten wir die Rennwagen immer per Hand drehen", so Gauger. "Das war sehr aufwendig und kostete viel Zeit." Hinauf zum Start ging es dann mit Hilfe einer ebenfalls selbst entwickelten Zugvorrichtung, die hinter Quads gespannt wurde. Selbstverständlich wurden alle "Rennwagen" vor dem Start überprüft. "Wir haben besonders darauf geachtet, dass die Bremsen funktionieren", so Gauger. Obwohl die Wehren viel Kreativität bei der Konstruktion der Flitzer zeigten, entsprachen alle Fahrzeuge den Regeln.
Einen kleinen Wermutstropfen gab es am Sonntag dennoch: "Ursprünglich waren 80 Teilnehmer angemeldet", sagt Organisator Gauger. An den Start gingen letztlich aber nur 47 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 16 Jahren. Die Absagen trudelten erst kurz vor dem Rennen ein. Sie verpassten einen großen Spaß, denn alle Teilnehmer gingen mindestens zweimal an den Start.