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Mit fünf Euro ein Leben retten

Ponsilio, der neben seiner Mutter auf dem Boden sitzt, leidet wie sie an AIDS. Beide nehmen am Behandlungsprogramm teil (Foto: oh)
mum. Jesteburg. Er ist in den armen Ländern der Welt zu Hause - Werner Huber. In Sambia, Tansania, Peru, im Sudan und in der Ukraine hilft er, wo Hilfe benötigt wird. Der Arzt aus Jesteburg gründete 1993 den Sambia-Förderverein. Im September berichtete er zuletzt im Heimathaus von seinen vielen Projekten. Jetzt bittet Huber wieder um Unterstützung für sein beeindruckendes Engagement. Es geht um "Hunger-Paten".
"Gemeinsam mit unserem sambischen Partner Chreso Ministries behandeln wir in Sambia mehr als 20.000 AIDS-Kranke", so Huber. Etwa 20 Prozent dieser Kranken würden gleichzeitig an Tuberkulose leiden. "Sie bekommen alle nötigen Medikamente kostenfrei." Aber um wieder zu Kräften zu kommen, müssten sie sich auch ausreichend ernähren. Aber: Das Geld reiche nicht für eine ausgewogene Ernährung. "Die meisten Kranken essen nur einmal täglich und dann auch nur sehr einseitig", berichtet Huber. "Vergeblich haben wir versucht, Spender für eine Ernährungshilfe zu finden", beschreibt der Arzt sein Engagement. "Wenn AIDS-Kranke genug zu Essen bekommen, schlagen die Medikamente nahezu bei allen an."
"Aus diesem Grund haben wir im Dezember begonnen, 'Hunger-Paten' zu suchen, die eine Zusatzernährung der am schlimmsten unterernährten AIDS-Patienten finanzieren", so Huber. Für fünf Euro im Monat erhalte ein Patient eine regelmäßige Zusatzkost aus Sojamehl, Erdnüssen und Trockenfischen. Die Kost sei so bemessen, dass die Hungernden einen körperlichen Zustand erreichen, in dem sie eine deutlich bessere Chance haben, gesund zu werden.
Schon jetzt werden 130 Personen über das Programm versorgt. Damit dies nicht ein sprichwörtlicher Tropfen auf dem heißen Stein bleibt, hofft Huber auf weitere Unterstützer.
Ein Mann mit großem Herz: Die Liebe zu Sambia liegt bei Werner Huber in der Familie. Der Bruder seiner Frau Hannelore ist Missionar in dem afrikanischen Land. „So kam es überhaupt zur Gründung des Vereins“, sagt er. Der überzeugte Christ, der in Jesteburg und Bendestorf als Hausarzt tätig ist, arbeitet zudem für die Hilfsorganisationen AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende) und dem Nehemia Christenhilfsdienst. Seine Aufgabe: „Ich organisiere und begleite Projekte in Entwicklungsländern und beantrage öffentliche Zuschüsse.“ Huber gründete zudem den Verein: „Millennium Goals Achievement“, der sich für die Verwirklichung der Millennium- Entwicklungsziele der UNO einsetzt.
Auch in Norddeutschland setzt sich Huber aktiv ein. So leitet er ehrenamtlich das Sozialwerk „Help“ der Friedenskirche Buchholz.
Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.sambia-foerderverein.de.